1) Das Lebenswerk von Karl Marx, 1909, S. 37 f. Wissenschaft, die die menschliche Seele zum Objekt habe, während der menschliche Körper Gegenstand der Natur forschung sei. Wesensunterschiede der beiden Gebiete des menschlichen Denkens ergeben sich, wie wiederum Sombart näher ausführt, aus der Verschiedenheit des Stoffes: „Beherrscht die Natur-Wissenschaft die Tendenz zur Ent- seelung und Quantifizierung, so die Menschheits-Wissen schaft die Tendenz zur Beseelung und Qualifizierung 1 ).“ Das letztere gelte, so sagt man uns von aller Wissenschaft,’ deren Objekt der Mensch ist, insbesondere also auch von der National-Ökonomie. Derartige Unterscheidungen sind aber cum grano salis zu verstehen. In den Menschheits-Erscheinungen wirken Naturkräfte und Menschenkräfte zusammen, um eine ge meinsame Erscheinung hervor zu bringen. Es erklärt sich daraus auch zum Teil, daß man je nach dem vorherr schenden Zuge der Zeit die Erscheinung des Menschen lebens bald zu einseitig mit den Mitteln der Natur-Wissen schaft zu erklären versucht, bald zu viel Gewicht auf die Psyche des Menschen und auf ihr Wollen legt. Die einen lehren, daß der Strom der wirtschaftlichen Ent wickelung sich nicht leiten lasse durch menschliches Ein greifen, daß er sich vielmehr eigenwillig seinen Weg selbst bahne, möge der Mensch damit einverstanden sein oder nicht, während andere lehren, der Wille zur Tat allein lenke die Welt auch gegen den Strom der wirtschaftlichen Entwickelung. Diese und jene sehen eben gewöhnlich nur die eine Seite des Problems und urteilen daher einseitig. Das ökonomische Wollen des Menschen kennt keine Grenzen, das ökonomische Können aber muß innerhalb