13 das Darstellen, Beschreiben, Erzählen der Einzelerschei nungen „Wissenschaft“ nennen, insofern man dadurch die äußere Erscheinungsform erkennt und feststellt und den äußeren Zusammenhang zum Ausdruck bringt; eine höhere Stufe der Wissenschaft ist es dann auf jeden Fall nach dem Grunde der Erscheinungen, nach der Er klärung ihres Zusammenhanges zu forschen, das zu suchen, was man das innere Wesen der Erscheinungen genannt hat. Selbst wenn jemand auf Grund einer langen Reihe von Beobachtungen den Mut findet, eine Regelmäßigkeit zu konstatieren, so ist damit doch für die sozialökonomische Wissenschaft wenig gewonnen, wenn uns nicht gleichzeitig das Kausalitätsverhältnis enthüllt wird. Die treibenden Ursachen der volkswirtschaftlichen Erscheinungen müssen wir erkennen: „erst wenn dies gelungen ist“, ich zitiere Lexis!), „erhält die beobachtete Regelmäßigkeit für uns eigentlich wissenschaftliche Bedeutung.“ Wie könnte man aber den Kausal-Zusammenhang aufdecken, ohne die störenden Nebenursachen und Zu fälligkeiten auszuschalten, ohne mit anderen Worten, die Isolier-Methode anzuwenden! Daß „mit der allbeherr schenden Kausalität“ die Teleologie als heuristisches Prinzip durchaus verträglich ist, betont Schulze-Gävernitz mit Recht 1 2 ). Die National-Ökonomie, so meint er, be diene sich beispielsweise des teleologischen Begriffes der Wirtschaft, das heißt der Güterversorgung zum Zwecke der menschlichen Lebenserhaltung. Indem sie hierdurch ihr Gebiet gegen andere Wissenschaften abgrenze, werde 1) Schmoller-Festgabe, Teil I, S. 39. 2) Marx oder Kant? 2. Aufl. 1909, S. 29.