31 kleinem Zufallsgeplänkel ab, so muß man zugeben, daß die Gegner sich eigentlich nur auf politischem Gebiete fanden. Nicht die klassische National-Ökonomie als Wissen schaft wurde widerlegt, sondern die Politik, insofern sie nichts anderes sein wollte, als angewandte klassische Na tional-Ökonomie. Das war in der Tat ein großer Fehler namentlich der Epigonen des Klassizismus, daß sie kein Verständnis dafür hatten, daß Politik etwas ganz anderes ist als angewandte Wissenschaft, daß die Politik, die nichts anderes sein wollte als die Anwendung „der natürlichen Gesetze der National-Ökonomie“, mit einem Fiasko enden mußte. Gilt das allgemein, so galt es in verstärktem Maße für die eigenartige wirtschaftliche Übergangszeit, die in Deutschland mit der Zeit zusammen fiel, wo der deutsche Historismus zum Manne erstarkte. Es waren die Jahre, wo aus einem armen Deutschland ein reiches Deutschland werden sollte. Ein hartes Ringen war da notwendig. So manche schwer Blessierten mußten auf der Kampfstätte bleiben. Mit gewaltiger Energie, kühnem Schaffensmute und einer nicht gewöhnlichen In telligenz bahnte der deutsche Unternehmer den Weg, „Ohne Sentimentalität vorwärts!“ das war die Losung. Manche sanken nieder, die Vorwärtsdrängenden benutzten rücksichtslos die zu Boden Gefallenen als Stützen für ihr weiteres Vordringen. Ein wilder Konkurrenzkampf! Und wie oben so auch unten: Die Bevölkerungsziffer hatte in Deutschland rasch eine fast beängstigende Höhe erreicht; die alten Erwerbstände konnten den Überschuß nicht mehr aufnehmen. So strömten denn die Scharen in die Industrie; auf gut Glück! Manche erreichten auch dort vorüber gehend hohe Löhne, aber um bald zu empfinden, daß man