77 Musik“ ist, usw. Hunderte derartiger Fragen, deren prak tische Bedeutung keinem Zweifel unterliegen kann, sind von der Wissenschaft aufzuwerfen und zu beantworten. Aber der Gelehrte darf dabei nicht — ohne sein ehr fürchtiges Publikum auf die Verwandlung aufmerksam ge macht zu haben — seinen Arbeitskittel mit der so „viel schöneren“ Toga des Politikers vertauschen. Sehr wohl schickt es sich jedoch auch für den Ge lehrten, sich unter das Volk zu mischen, ihm Zugang zu den Früchten seiner Arbeit zu verschaffen. Tut er das, dann wird er nicht als Gourmand nur für das sorgen, was und wie es ihm schmeckt, er wird daran denken, daß keine Wissenschaft in so hohem Maße wie die Volkswirt schaftslehre nicht nur der Gelehrten, sondern vor allem des Volkes wegen da ist. Irre ich nicht, dann war es J. Köhler, der einmal den sehr richtigen Gedanken aus führte, daß der Gelehrte zwar imstande sein müsse, sich zeitweise vom Volke und vom Verständnisse des Volkes zu entfernen, daß es aber doch gleichzeitig stets sein Be streben sein müsse, das Verständnis seiner Ideen, wenn auch nicht von heute auf morgen, so doch allmählich dem Volke zu eröffnen. In diesem Sinne, meine ich, muß es möglich werden, daß die Volkswirtschaftslehre nicht nur wahre Wissen schaft, in dem schönen und ernsten Sinne, der mit dem Worte verknüpft ist, wird, sondern zugleich auch die populärste Wissenschaft unserer Zeit.