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        <title>Die Aufgaben der Volkswirtschaftslehre als Wissenschaft</title>
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            <surname>Weber</surname>
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sie einer streng kausalen Erklärung der sie interessierenden 
Vorgänge keineswegs untreu. Daß darüber hinaus eine 
Zwecksetzung, die außerhalb des Erkenntnis Zweckes 
liegt, für unsere Wissenschaft von bedenklichen Folgen 
begleitet sein kann, wird in späterem Zusammenhänge 
eingehender erörtert werden müssen. 
Es soll nicht geleugnet werden, daß die Isolier-Methode 
die Gefahr in sich schließt, daß der Forscher sich in seine 
Begriffswelt einkapselt, die Fühlung mit dem praktischen 
Leben verliert, das wir doch gerade durch unsere 
Wissenschaft besser verstehen lernen wollen. Geistiges 
Beherrschen der Tatsachenwelt, keine Gedankenspielerei, 
das muß eine entschiedene Maxime für unsere wissen 
schaftliche Arbeit sein. Diesem Zwecke dient namentlich 
ein andauerndes Vergleichen der Wirklichkeit mit dem, 
was sich aus dem isolierenden Verfahren ergibt, so zwar, 
daß die Tatsachen nicht in das Prokustesbett der Theorie 
hineingezwungen werden, sondern in der Weise, daß die 
Tatsachen die richterliche Instanz für den Wert oder Un 
wert der Theorie bilden. Richtiges Denken und richtiges 
Sehen sind die Instrumente des sozialökonomischen For 
schers, die beide zusammen wirken müssen, wenn keine 
Pfuscherarbeit geliefert werden soll. 
Ergeben sich von der Theorie in der Praxis Ab 
weichungen, die einen regelmäßigen Charakter zu tragen 
scheinen, so wird dafür der Grund zu suchen sein. Es wird 
u. a. berücksichtigt werden müssen, was man wenig präzis, 
aber allgemein verständlich „Volksgeist“ und „Zeitgeist“ ge 
nannt hat; sorgfältig wird ferner zu untersuchen sein, ob die 
Motive zu kollektiven Handlungen, die in unserem Zeitalter 
unzweifelhaft eine steigende Bedeutung haben, neue An 
regung zur Aufdeckung von volkswirtschaftlichen kausalen</div>
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