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        <title>Die Aufgaben der Volkswirtschaftslehre als Wissenschaft</title>
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            <surname>Weber</surname>
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Saison-Beschäftigung etc. b) Die Zufallsstörungen im 
Wirtschaftsleben: Depressionen und Krisen. 
Bei den bislang skizzierten Gedanken hatte ich 
wiederholt meinen Widerspruch gegen hergebrachte und 
gegen herrschende Meinungen zum Ausdruck zu bringen, 
umsomehr liegt mir daran, zu betonen, daß die Grund 
gedanken, die ich hier ausspreche und verteidige, 
durchaus nicht neu sind — sie sind im Wesen verwandt 
mit den Lehren der „Klassischen National - Ökonomie“, 
die es m. E. nur fortzubilden, nicht zu überwinden gilt. 
Dieser Name ist allgemein gebräuchlich, um die 
sozial-ökonomische Richtung zu kennzeichnen, die Adam 
Smith, Ricardo, Malthus ihre Führer nennt. Der Grund 
für die Benennung „klassisch“ liegt, so meint wenig 
stens Brentano '), in gewissen Eigentümlichkeiten, welche 
der klassische National-Ökonomie mit den klassischen 
Richtungen auf anderen Gebieten menschlichen Schaffens 
gemein seien. Ebenso wie beispielsweise die klassische 
Bildhauerei, habe die klassische National-Ökonomie einen 
von allen Besonderheiten des Berufs der Klassen der 
Nationalitäten und Kulturstufen freien Menschen geschaffen. 
„An Stelle des wirklichen Menschen ist ein abstrakter 
Mensch getreten — gibt man der Figur mit der Schaufel 
statt dieser einen Geldbeutel in die Hand, so ist die Ab 
straktion plötzlich ein Kaufmann, wie sie vordem ein 
Bauer gewesen ist.“ 
Diese Auffassung von der klassischen National-Öko 
nomie stimmt zwar nicht ganz, aber sie war und ist weit 
1) Die klassische Nationalökonomie (Vortrag gehalten beim Antritt 
des Lehramts an der Universität Wien), 1888, S. 3. Vgl. dazu: Schüller, 
Die klassische Nationalökonomie und ihre Gegner, 1895.</div>
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