﻿21

I.	Der konsumtive und der reproduktive Güterbedarf.

II.	Die Elastizität der Bedürfnisse:

a)	Existenzbedarf und Luxusbedarf,

b)	Sparen und Verschwendung,

c)	die Geschmacksänderung (die Mode).

III.	Die wirtschaftliche Ordnung der Güterverzehrung:

a)	der Haushalt,

b)	die Organisation der Konsumenten.

IV.	Der Zufall als Gütervernichter; die Güterver-
sicherung.

Bei der Lehre von der Güterproduktion hält man sich
„seit Menschengedenken“ an den drei sogenannten Fak-
toren der Produktion: Land oder Natur, Kapital und Arbeit.
In neuerer Zeit fühlt man immer mehr, daß man mit dieser
Dreiteilung nicht auskommt, so will z. B. Biermann1) fünf
Elemente der Produktion unterscheiden, 1. die Natur, oder
die organische Kraft, 2. die Produktionsanlage und Werk-
zeuge, 3. das Kapital (worunter Biermann “werbende Geld-
summen“) versteht, 4. die exekutive Arbeit des Lohn-
arbeiters, 5. die Konjunktur. Diese fünf Produktions-Ele-
mente sind aber nach Biermann an sich ohne irgend
welche „motorische Kraft“. Sie sind „latente Kraftträger“,
die von einem lebendigen Produktionsfaktor, von einer
ökonomischen Intelligenz in Bewegung gesetzt werden
müssen. Julius Wolf meint1 2), daß an der Produktion
von Gütern notwendig beteiligt seien, nicht bloß die drei
Produktions-Faktoren (Natur, Arbeit, Kapital), sondern in
verschiedener Funktion, erstens Produktions-Elemente

1)	„Zur Lehre von der Produktion und ihrem Zusammenhang mit
der Wert-, Preis- und Einkommenslehre“, 1904.

2)	„Nationalökonomie als exakte Wissenschaft“, 1908, S. 15 f.