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Andreas  Walther

logie;  sie  fordert  ferner  eine  Ausweitung  der  Interessen  über  die
warenpreisgeschicbtlichen  Kategorien  und  noch  über  die  Budgetberechnungen ­
  hinaus  zu  den  hoch  zusammengesetzten  Größen,  die
speziell  den  Historiker  interessieren;  sie  sucht  endlich  vor  allen
Dingen  das  Ganze  von  dem  Gebiet  des  Rechnerischen  in  das
der  Anschauung  zu  verlegen,  den  „Geldwert“  nicht  zu  „messen“
(das  bleibt  nun  einmal  aussichtslos),  sondern  zu  veranschaulichen.
Dies  alles  aber,  weil  die  Fragestellungen  dieser  Untersuchung
lediglich  historische  sind,  nicht  geld-,  maß-  oder  preisgeschichtliche. ­
  Die  andersartigen  Fragestellungen  jener  in  ihren  methodischen ­
  Prinzipien  eng  zusammengehörigen  Disziplinen  greife  ich
nicht  an.  Da  vielmehr  ihre  Resultate  im  Zusammenhang  der
hier  empfohlenen  Methode  erst  recht  zu  lebendiger  Bedeutung
kommen  dürften,  ist  auf  das  lebhafteste  zu  wünschen,  dass  es
ihnen  in  Zukunft  besser  ergehen  möge  als  in  den  letzten  Jahrzehnten. ­
  Das  Stocken  kommt  recht  deutlich  etwa  darin  zur
Erscheinung,  daß  Luschin  von  Ebengreuth  das  methodologische
Programm,  das  er  schon  1874  aufgestellt  hatte  1 ),  neuerdings  im
wesentlichen  einfach  wiederholt,  da  sich  „die  Voraussetzungen
für  das  Zustandekommen  einer  brauchbaren  Geschichte  der
Preise  im  ganzen  wenig  gebessert“  hätten 2 ).  Auch  für  die  Zukunft ­
  macht  man  uns  wenig  Hoffnung 3 ),  so  daß  der  hier  gegebene

1)  Luschin  von  Ebengreuth,  Vorschläge  und  Erfordernisse  für  eine  Geschichte ­
  der  Preise  in  Österreich,  Wien  1874  (durch  die  auf  der  Wiener
Weltausstellung  zusammengebrachten  Materialien  zu  einer  Geschichte  der
Preise  veranlaßt).
2)  Luschin  von  Ebengreuth,  Allgemeine  Münzkunde  und  Geldgeschichte
des  Mittelalters  und  der  neueren  Zeit,  1904,  S.  189  ff.,  vgl.  Vorschläge  S.  64  f.:
Forderung  umfassender  Kleinarbeit  unter  Leitung  einer  eigenen  Kommission
für  Preisgeschichte.
3)  Der  Weg  sei  in  der  Tat  „mühsam“  und  „schwerfällig“  (Vorschläge
S.  63),  aber  die  Stufenfolge  müsse  nun  einmal  die  sein:  zuerst  eine  „Geldund
  Maßgeschichte  von  ungleich  höherer  Vollkommenheit,  als  sie  derzeit
besitzen“  (Münzkunde  S.  189),  auf  dieser  Grundlage  dann  Ausbildung  einer
Preisgeschichte,  und  wieder  als  deren  letztes  Resultat  und  letzte  Abstraktion
eine  Ermittlung  der  wechselnden  Kaufkraft  des  Geldes  (Vorschläge  S.  VI,
4f.,  59).  Auch  Harms  spricht  von  der  „Summe  von  systematischer  Kleinarbeit, ­
  die  für  die  Lösung  der  uns  hier  beschäftigenden  Probleme  bis  heute