Geldwert  in  der  Geschichte.

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an  Hanauer  einleitend  spricht').  Die  Sicherheit  seiner  Schätzung
verdankt  d’Avenel  vor  allem  dem  exzeptionellen  Umstand,  daß
er  es  in  der  ganzen  Fülle  seiner  Materialien  mit  einer  einzigen
Münze  weiten  Geltungsbereichs  durch  Jahrhunderte  hindurch  zu
tun  hatte.  Aber  sollte  diese  Methode,  zu  der  wir  die  einzige
wirklich  großzügige  und  auch  frühere  Jahrhunderte  umfassende
preisgeschichtliche  Untersuchung  rekurrieren  sehen,  sich  nicht  zu
allgemeiner  Verwendbarkeit  ausbauen  und  in  wissenschaftlich
einwandfreier  Weise  fixieren  lassen?  Wir  werden  noch  sehen,
weshalb  das  Arbeiten  aus  einem  methodisch  geschulten  und  durch
Tabellen  gestützten  Schätzungsvermögen  heraus  keineswegs
nur  ein  Auskunftsmittel  ist,  vielmehr  auch  streng  wissenschaftlich
viel  höher  steht  als  das  Verfolgen  des  in  diesem  Fall  prinzipiell
irrigen  Ideals  rechnerischer  Exaktheit.  In  der  Anwendungsweise
freilich  werden  wir  uns  ziemlich  weit  entfernen  müssen  von  dem
optimistischen  Zutrauen  d’Avenels  zu  rechnerischer  Durchführung ­
  auf  Grund  von  schätzungsweise  gewonnenen  Zahlen.
IT.  Das  Suchen  nach  einem  konstanten  Wertmesser  des
Geldes 1  2 ).
1.  Die  Preisgeschichte.
Ist  jede  einzelne  Preisangabe  nur  eine  Relativzahl  (oben  S.  5),
jede  Kombination  von  Preisangaben  also  ganz  durchsetzt  mit
Relativitäten  (oben  S.  7),  so  kompliziert  sich  die  Sache  weiter,  sobald ­
  es  sich  um  Zusammenstellungen  von  Preisen  verschiedenartiger ­
  Güter  und  Leistungen  handelt.  Wie  soll  man  es  vergleichen ­
  und  rechnungsmäßig  zusammenfassen,  wenn  sich  die
Preise  für  einen  Zentner  Roggen,  ein  Pfund  Butter  und  die
Tagesarbeit  eines  Mannes  in  verschiedener  Weise  geändert  haben?
Die  wirklichen,  absoluten  Zahlen  würden  ganz  inkommensurabel
1)  I,  10  (unten  S.  20  f.),  vgl.  besonders  III,  177  ff.
2)  Literaturverzeichnisse  im  Hwb.  d.  Stw.  zum  Wort  „Preis“;  bei  C.  M.
Wvlsh,  The  Measurement  of  General  Exchange  Yalue,  New  York  1901,
S.  553—674,  wertvoll  durch  die  beigefügten  Notizen;  bei  C.  M.  Walsh,  The
Fundamental  Problem  in  Monetary  Science,  1903,  im  Text;  hei  Kemmerer,
Money  and  Credit  Instruments  in  their  Relation  to  General  Prices,  2.  Ausg.,
Rew  York  1909,  S.  151-160;  und  sonst.