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Andreas  Walther

nebeneinander  stehen.  Aber  die  prozentuale  Verschiebung
kann  man  natürlich  auch  bei  völlig  verschiedenwertigen  Größen
doch  gleichmäßig  darstellen 1 ).  Daher  die  beherrschende  Bedeutung ­
  der  „Index  Numbers“  für  unsere  Forschung 2 ).
Das  Verfahren  ist  folgendes.  Man  setzt  für  alle  einzelnen  zu
vergleichenden  Waren  oder  Güter  die  Preishöhe  in  der  Periode,
die  man  als  Ausgangspunkt  nehmen  will,  gleich  100  und  gibt
die  entsprechenden  Preise  für  alle  anderen  Perioden  nur  im  Verhältnis ­
  zu  der  Zahl  dieser  Basisperiode,  d.  h.  dieser  gegenüber
in  Prozenten  an.  So  können  wir  nun  bequem  schematisch  vergleichen, ­
  z.  B.  in  welcher  Weise  sich  der  Preis  des  Roggens  im
Verhältnis  zu  dem  des  Indigo  verändert  hat.
Bildete  man  nun  aber  zweitens  aus  sämtlichen  Zahlen  für
jede  Periode  das  Mittel,  so  schienen  sich  in  der  Höhe  dieser
Durchschnittsziffern  die  prozentualen  Veränderungen  der  Kaufkraft ­
  des  Geldes  (hier  zunächst  von  den  Wandlungen  des  „Gesamtpreisniveaus“ ­
  verstanden)  darzustellen.  Freilich  natürlich
immer  nur  so,  daß  die  verbilligenden  und  verteuernden  Momente,
die  einerseits  auf  seiten  der  Waren,  andererseits  auf  seiten  des
Geldes  liegen  können,  alle  zugleich  in  diese  Durchschnittszahlen
hineinkonzentriert  werden,  wobei  sie  in  kompliziertester  Weise
teils  sich  summieren  und  teils  sich  aufheben.  Immerhin  waren
diese  Resultate  ungemein  wertvoll  als  heuristisches  Prinzip,  indem ­
  man  nämlich  nun  durch  Hinzubringen  von  möglichst  vielen
Daten  zur  Geschichte  der  einzelnen  Waren  und  Warengruppen,
das  Edelmetall  eingeschlossen,  die  einzelnen  Ziffern  zu  erklären,
d.  h.  in  jene  beiden  Faktoren  zu  zerlegen  suchen  konnte.  Allzu
hoffnungsvoll  freilich  wird  man  angesichts  der  Diskussionen  über
die  „Quantitätstheorie“  (die  These,  daß  entscheidend  für  Veränderungen ­
  des  allgemeinen  Preisniveaus  die  Quantität  des  zirkulierenden ­
  Edelmetalls  sei)  nicht  sein  dürfen,  was  natürlich  in
ganz  besonderem  Maße  bei  einem  Zurücktragen  der  Methode
1)  Ein  Hauptvorteil  der  zu  empfehlenden  Methode  ist  der,  daß  die  absoluten ­
  Zahlen  nicht  verloren  gehen,  siehe  unten  Abschnitt  IV,  S.  42  f.
2)  Herr  Prof.  St.  Bauer  in  Basel  weist  mich  freundlichst  hin  auf  die
neueste  Darstellung  vom  nationalökonomischen  Standpunkt:  Irving  Fisher,
The  Purchasing  Power  of  Money,  New  York  1911.