Geldwert  in  der  Geschichte.

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in  die  Forschung  über  frühere  Perioden  gilt,  deren  ökonomische
Entwicklung  so  viel  launenhafter  war  und  uns  immer  nur  lückenhaft ­
  bekannt  sein  wird  1 ).
Der  Hauptgrund  der  geringen  Erfolge  liegt  schon  in  der  praktischen ­
  Unmöglichkeit,  aus  den  einzelnen  Preisen  einen  solchen
Durchschnitt  zu  bilden,  der  wirklich  ein  Ausdruck  der  Gesamtheit ­
  des  ökonomischen  Lebens  sein  könne.  Streng  genommen
müßten  alle  Waren  berücksichtigt  werden,  und  zu  Zusammenstellungen ­
  von  mehreren  Hunderten  hat  man  es  schon  gebracht.
Insbesondere  sind  nicht  nur  die  Waren  des  Großhandels,  sondern
auch  die  des  Detailhandels  zu  berücksichtigen.  Jedes  Resultat
für  Veränderungen  des  Preisniveaus  bezieht  sich  natürlich  immer
nur  auf  die  Waren,  die  in  jedem  Falle  den  Berechnungen  zugrunde ­
  gelegt  waren.  Streng  genommen  können  also  exakte
Resultate  für  das  „allgemeine  Preisniveau“  überhaupt  nicht
erlangt  werden;  bei  umsichtiger  Wahl  der  Waren  ist  aber  sicher
eine  hohe  Annäherung  zu  erreichen.
Wer  für  die  Auswahl  aus  der  ganzen  Fülle  eine  umsichtige
Überlegung  fordert  —  und  es  wird  schwerlich  jemanden  geben,
der  es  nicht  täte  —,  der  muß  dasselbe  fordern  für  die  Art  der
Durchschnittsbildung  aus  den  Preisen  der  gewählten  Waren.
Haben  wir  neben  dem  Roggen  den  Indigo  aufgenommen,  so
bekommt  offenbar,  auf  die  Zusammenhänge  des  ökonomischen
Lebens  gesehen,  bei  einer  einfachen  Durchschnittsbildung  der
Indigo  einen  viel  zu  grossen,  der  Roggen  einen  viel  zu  geringen
Einfluß  auf  das  Endresultat.  Es  muß  also  bei  Gewinnung  der
Mittel  in  irgendeiner  Weise  der  verschiedenen  Bedeutung  der
einzelnen  Waren  Rechnung  getragen  werden.  Die  gesamten  weitschichtigen ­
  Untersuchungen  über  Verbesserung  der  Indexziffern
und  über  Ermittlung  eines  konstanten  Wertmessers  des  Geldes
stehen  unter  dem  Zeichen  dieses  Problems.
Auf  zweierlei  Weise  hat  man  versucht,  dieser  „Bedeutung“
beizukommen.  „Bedeutung“  ist  ja  ein  Relativausdruck;  es  muß
immer  erst  gefragt  werden:  Bedeutung  in  bezug  auf  was,  in
1)  Obwohl  für  Wiebe  bei  der  großen  Entschiedenheit  der  Bewegung,
mit  der  er  zu  tun  hatte,  die  Verhältnisse  besonders  günstig  lagen,  sind  doch
seine  Resultate,  wie  er  selbst  oft  genug  klagt,  alles  andere  als  befriedigend.