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Andreas  Walther

Diese  Mischung  der  Methoden  ist  wohl  am  typischsten  ausgebildet ­
  bei  Hanauer  1 ).  In  dem  Schlusskapitel  seines  Werkes,
gleichsam  als  Anhang  zu  den  preisstatistischen  Feststellungen,
operiert  er  folgendermaßen.  Um  aus  den  Warenpreisen  einen
allgemeinen  Wertmesser  des  Geldes  zu  abstrahieren,  fassen  wir
zunächst  die  unendliche  Fülle  der  Waren  in  wenige  (zehn)  Kategorien ­
  zusammen:  Lebensmittel,  Beleuchtung  usw.  Die  Menge  von
Gütern,  die  man  während  des  Zeitraums  1851—1875  in  jeder
dieser  Kategorien  für  ein  gewisses  Gewichtsquantum  Edelmetall
erhielt,  wird  gleich  1  gesetzt  und  nun  bestimmt,  wieviel  mehr
(resp.  weniger)  von  jeder  Warenkategorie  man  bis  zum  Jahre  1300
zurück  in  25jährigen  Perioden  für  das  gleiche  Gewichtsquantum
Edelmetall  bekam.  Die  so  gewonnene  Tabelle 2 )  zeigt,  daß  die
Kaufkraft  des  Edelmetalls  sich  den  einzelnen  Güterkategorien
gegenüber  in  verschiedenem  Maße  verändert  hat.  Um  nun  die
durchschnittliche  Veränderung  zu  finden,  müssen  wir  zunächst
die  der  Bedeutung  jeder  Ware  entsprechenden  Gewichtigkeitskoeffizienten ­
  aufsuchen 3 ).  Dazu  wird  festgestellt,  daß  in  heutigen
Arbeiterbudgets  auf  Lebensmittel  60  %  der  Gesamtausgaben
kommen,  auf  Kleidung  17  %  usf.,  dagegen  in  den  Budgets  der
mittleren  Volksklassen  auf  Lebensmittel  50  °/o,  auf  Kleidung
20°/o  usf.  Die  Lebensverhältnisse  der  oberen  Klassen  scheidet
Hanauer  als  nicht  feststellbar  aus  und  legt  den  Durchschnitt
aus  den  beiden  unteren  (55°/o  auf  Lebensrnittel,  18°/°  auf
Kleidung  usf.),  d.  h.  ein  konstruiertes  Normalbudget,  seinen  Berechnungen ­
  zugrunde.  Nun  werden  ferner  als  nicht  mit  Sicherheit ­
  bestimmbar  und  angeblich  nach  den  übrigen  Preisen  sich
richtend  die  22%  für  Wohnung,  Möbel  und  Varia  sowie  die
18  °/o  für  Kleidung  ausgeschieden.  Es  bleiben  also  60%  des
Gesamtbudgets,  wovon  allein  55  auf  Lebensmittel  (5  auf  Licht
und  Heizung)  gehen.  Nachdem  man  nun  die  in  jener  Tabelle

1)  A.  Hanauer,  fätudes  economiques  sur  l’Alsace  ancienne  et  moderne,  1878.
2)  Bd.  H,  S.  604.
3)  Siehe  oben  S.  16.  Es  ist  ja  prinzipiell  dasselbe,  ob  in  den  Indexziffern ­
  als  Basis  die  Zahl  100  genommen  wird  und  man  dann  zeitlich  vorwärtsschreitet, ­
  oder  oh,  wie  hier,  die  Basis  1  gewählt  wird  und  man  zeitlich
rückwärtsgeht.