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Andreas  Walther

Berechnungen  nach  einem  Versuch  ihrer  Kompliziertheit  wegen
wieder  fallen  lassen.  Dies  Bedenken  wird  für  die  früheren  Jahrhunderte ­
  noch  sehr  viel  ernster,  da  zugleich  eine  vollendete  Geldund
  Maßreduktion  zugrunde  liegen  muß,  was  von  vornherein  ihre
allgemeine  Verwendbarkeit  ausschließt  (siehe  oben).  Entscheidend
fällt  aber  ins  Gewicht  eine  prinzipielle  Unzulässigkeit.
3.  Die  Aufgabe.
Schon  bei  dem  oben  skizzierten  ersten  Typus  der  Messung  des
Geldwertes,  nach  dem  Warenpreisniveau,  muß  stets  die  Voraussetzung ­
  gemacht  werden,  daß  während  des  Zeitraums,  über  den  sich
die  Vergleichungen  erstrecken,  die  einzelnen  Waren  eine  wesentlich
gleiche  Bedeutung  behalten  haben,  da  ja  sonst  der  innere  Wert
der  Durchschnitte  ein  verschiedener  werden  würde.  Eine  solche
Gleichartigkeit  darf  nun  zwar  für  kleinere  Zeiträume  der  jüngsten
Vergangenheit  in  der  Kegel  angenommen  werden.  Gehen  wir
aber  Jahrhunderte  zurück,  was  tun  wir  dann  mit  den  Waren,  deren
volkswirtschaftliches  Gewicht  sich  so  fundamental  verändert  hat  wie
das  der  Kohle  oder  nur  der  Fische,  was  mit  denen,  deren  Verwendung ­
  erst  neueren  Ursprungs  ist,  den  Kartoffeln,  dem  Mais  l )  ?
Genau  so  auch  bei  der  Budgetmethode.  Was  für  moderne
nationalökonomische  Untersuchungen  gestattet  ist,  die  Annahme,
daß  die  Budgets  in  ihrer  inneren  Verteilung  wesentlich  gleichartig ­
  bleiben  (und  daraus  folgt  auch  das  Gleichbleiben  der  Teilquantitäten), ­
  darf  doch  auf  keinen  Fall  mehr  hei  Vergleichungen
über  Jahrhunderte  hinweg  angenommen  werden.  Eine  gleiche
Summe  von  Befriedigungsmitteln  fällt,  sobald  es  sich  um  etwas
größere  Zeiträume  handelt,  nicht  mehr  mit  der  gleichen  sozialen ­
  Schicht  zusammen.  Jede  soziale  Schicht  verändert
ständig  ihren  Standard  of  life,  meist  wohl  in  aufsteigender  Linie,
so  daß  ein  Gut  nach  dem  andern  aus  dem  Gebiet  des  „Luxus“
in  das  des  „Notwendigen“  rückt.
Der  Geldwert  und  seine  Veränderungen;  Über  die  Messung  der  Veränderungen
des  Geldwertes.
1)  Der  Lösungsversuch  des  „Kettensystems“  (z.  B.  Fisher  S.  204),  d.  h.
Verwendung  einer  fortschreitenden  anstatt  einer  festen  Basis,  ist  für  eine  weite
Überschau  zu  kompliziert.  Übrigens  weist  auch  dieser  Gedanke  auf  unsere
Methode  hin.