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Andreas  Walther

Durchschnitt  gewonnen  ist,  aus  den  Augen  verloren  werden.  Da
dies  auf  Grund  unserer  Skalen  in  vollendeter  Weise  erreicht
wird,  kommt  nun  erst  hier  das  Wahrheitsmoment  der  Frage
nach  einem  konstanten  Wertmesser  des  Geldes  voll  zur  Geltung. ­

Im  ersten  Abschnitt  war  die  Rede  nur  von  den  Bedenken
gegen  die  wissenschaftliche  Zureichung  der  Methode,  die  mit
der  Reduktion  auf  den  Metallgehalt  arbeitet.  Jetzt  muß  noch
ein  Wort  über  ihre  tabellarische  Darstellung  hinzugefügt  werden.
Da  kommt  der  Mangel,  daß  bei  der  Reduktion  der  ursprüngliche
Wert  verloren  geht,  empfindlich  zur  Erscheinung.  Wir  haben
dann  jene  endlosen  Zahlen  mit  drei  Dezimalstellen,  Gewichtsquanten ­
  Edelmetall  darstellend;  keine  spricht  auch  nur  im
geringsten  zu  unserer  Anschauung.  Vor  allen  Dingen  auch
wird  ein  Einfügen  etwaiger  neuer  Funde  oder  die  Korrektur
einer  irrigen  Eintragung  technisch  so  unverhältnismäßig  erschwert,
daß  es  eben  praktisch  nie  zu  solcher  Eintragung  oder  Korrektur
kommt.  Hier  gewinnen  z.  B.  die  Währungsstreitfragen  eine  schlimme
Bedeutung,  da  man  von  einem  neuen  Autor  weder  verlangen  kann,
in  das  von  seinem  Vorgänger  gewählte,  aber  von  ihm  selbst  für
falsch  gehaltene  Edelmetall  umzurechnen,  noch  auch,  um  weniger
neuer  Angaben  willen  die  ganze  Tabelle  umzugießen.
Ähnlich  steht  es  bei  der  Reduktion  nach  Kursvergleichungen.
Schon  heute  verliert,  wenn  wir  internationale  Werte  auf  Francs
reduzieren,  das  Resultat  für  weite  Kreise  stark  an  Anschaulichkeit; ­
  der  Russe  rechnet  es  sich  doch  stillschweigend  wieder  in
seine  Rubel  um.  Das  ist  natürlich  sehr  viel  schlimmer  bei  den
zahllosen  Münzeinheiten  der  früheren  Zeit,  vor  allem,  da  der
Kurswert  immer  nur  annähernd  bestimmt  werden  kann,  also  fortwährend ­
  das  Bedürfnis  nach  Korrekturen  sich  herausstellen
wird.
Man  wird  nun  für  statistische  Reihen  die  allgemeine  Forderung
aufstellen,  daß  sie  weder  in  bändereichen  Erwägungen  auseinandergelegt ­
  werden  sollten,  was  die  Gefahren  der  Willkür  und  völliger
Undurchsichtigkeit  mit  sich  bringt,  noch  auch,  daß  man  sie  ohne
weiteres  in  Tabellen  zwinge,  die  oft  genug  den  Gipfel  der  Unanschaulichkeit ­
  bedeuten,  sondern  daß  man  sie,  wenn  möglich,