Geldwert  in  der  Geschichte.

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phisch  darstellt.  Jede  Skala  kann  als  die  Normalskala  gelten,
was  z.  B.  gegenüber  der  Reduktion  auf  den  Kurswert  ein  unmeßbarer ­
  Vorteil  ist.  Endlich  vor  allem  behält  jede  Geldangabe ­
  ihre  ursprüngliche  Benennung.  Auf  der  einen  Skala
stehen  auch  hinfort  Gulden,  auf  der  anderen  Dukaten.  Eine
neue  Angabe  schreiben  wir  also  einfach  hinein  ohne  jegliche
Umrechnung  und  können  sie  dann  direkt  an  sämtlichen  anderen
Skalen,  z.  B.  auch  der  für  unser  heutiges  Geld,  messen  und  vergleichen. ­

Liegen  nach  der  Reduktion  wieder  jene  „Mitten“,  für  die
wir  uns  abwägend  entschieden  hatten,  aneinander,  so  haben
wir  nun  durch  das  ganze  vielteilige  Gerüst  hindurch  mit  dergleichen ­
  Kaufkraft  des  Geldes  zu  tun  (soweit  eben  von  einer
solchen  überhaupt  nur  theoretisch  geredet  werden  kann).  Jetzt
werden  wir  an  ein  Vergleichen  der  Abstände  gehen,  und  da  beginnt ­
  die  Frucht  und  der  Stolz  des  Statistikers!  Natürlich  muß
das  Material  sinnvoll  gewählt  sein,  indem  man  etwa  zunächst
für  einen  bestimmten  Ort  im  Abstand  von  je  50  oder  10  Jahren
eine  Skala  konstruiert  oder  sich  vielmehr  zunächst  auf  den  Ausbau ­
  eines  Querschnittes  beschränkt,  was  ich  für  das  16.  Jahrhundert ­
  hoffe  durchführen  zu  können.  Verfolgen  wir  dann  eine
bestimmte  Schicht,  wie  etwa  die  Löhne  oder  die  Durchschnittshöhe ­
  städtischer  Vermögen,  durch  die  einzelnen  Skalen  hindurch,
so  beschreibt  das  Auge  die  Kurve,  die  in  ihrem  Verlauf  und  vor
allem  in  ihrem  Verhältnis  zu  den  anderen  Kurven  schon  in  nuce
die  ganze  Geschichte  der  betreffenden  Schicht  enthält.  Wir  vergleichen ­
  die  Kurve  der  Löhne  mit  denen  der  Getreidepreise,  der
mittleren  und  oberen  Volksschichten,  der  Belastung  der  arbeitenden ­
  Bevölkerung;  die  Kurve  der  Kriegskosten  mit  der  des
Staatshaushalts,  der  städtischen  Haushaltungen,  der  Güter  der
Geistlichkeit,  des  Domanial-  und  des  von  Ständebewilligungen
abhängigen  Einkommens  der  Fürsten;  innerhalb  der  Kriegskosten ­
  die  Kurven  der  verhältnismäßigen  Aufwendungen  für
Heer,  Marine,  Artillerie.  Je  vielseitiger  das  durchgeführt  wird,
um  so  gesicherter  werden  die  Resultate,  um  so  genauer  wird  auch
rückwirkend  der  Punkt  festgelegt,  der  als  Vergleichsmittelpunkt
dienen  kann.  Immer  aber  bleibt  dieser  Punkt  ein  Durchschnitt,