51 4* auch vom Verfasser ein sog. „Zuwachsrabattsystem“ empfohlen, bei dem auf der Grundlage des Einheitspreises für die Gesamtheit der Kleingasabnehmer ein Rabatt am Ende des Jahres zur Verrechnung kommen soll, der mit der Höhe des Zuwachses im Jahresgasverbrauch steigt. Der Zuwachsrabatt soll bei einfachster Verrechnung (einmal, am Ende des Jahres) eine fortdauernde Steigerung des Gasverbrauches der Kleingasabnehmer bewirken, die naturgemäß bei vollständiger Freigabe der Verwendungsart des Gases wesentlich durch gesteigerte Verwendung von Gas zu Wärme- bzw. Heizz\yecken der verschiedenen Art erzielt werden muß. Nach den vorstehenden Ausführungen wird ein zeitgemäßes Gastarif system gewonnen, indem neben zwei getrennten Großgastarifenfür „Ge werbe- bzw. Industriegas“ und für „M o t o r e n ga s“ in ent sprechender Fortbildung des Zuwachsrabattsystemes ein Tarif für ,,H a u s h a 11 g a s“ eingeführt wird, bei dem der Jahresgasverbrauch nach der Größe des Haushaltes bzw. der Wohnung (Zahl der Wohnräume, Bodenfläche, Mietwert der Wohnung) den örtlichen Verhältnissen ent sprechend mit mäßigen Verbrauchssätzen normiert ist und bei Über schreitung dieses Jahresgasverbrauches nach bestimmten Tarifen eine steigende prozentuale Ermäßigung des Gaspreises für den gesamten Jahresgasverbrauch oder auch nur für den Mehrgasverbrauch in Form einer Prämie am Jahresende ausbezahlt bzw. verrechnet wird. Verwal tungstechnisch bietet eine derartige Be- bzw. Verrechnung einer Prämie für das „Haushaltgas“ am Jahresende keinerlei wesentliche Belastung, da dieselbe in einfachster Weise nach Tariftabellen und unter Zuhilfe nahme von Rechenmaschinen vollzogen werden kann. Wirtschaftlich dagegen bietet ein derartiges „Gasverbrauchsprämiensystem“ große Vor teile, da damit eine fortdauernde Interessierung der Kleingasabnehmer am Gasverbrauch und eine stetige Steigerung der Gasverwendung nach Art und Umfang bewirkt wird.