18 — n ’ • 1 i v*r. Wertvolle Mengen von Rohstoffen und ungeheure Mengen von Arbeitskräften sind zur Befriedigung dieser Bedürfnisse vergeudet worden. Der Sozialismus hat die Aufgabe, die Ar beit für diesen Luxus einzustellen, alle Luxusbetriebe still zulegen und dafür zu sorgen, daß durch die Unterdrückung des Luxus die Lebensweise der Allgemeinheit gehoben wird. Wir denken beispielsweise hierbei an die Qualitätsverbesse rung der notwendigsten Bedarfsartikel der breiten Masse, des Hausgerätes, des Hausschmuckes, an die Errichtung großer Gebäude, die der Geselligkeit dienen und der Kunst Ge legenheit geben, sich aus einer Spielerei der herrschenden Klasse in eine wirkliche Volkskunst zu verwandeln. Wir denken ferner an die Umwandlung der mondänen Vergnü gungsstätten der oberen Zehntausend, wie Seebäder und Luxus hotels in den Bergen in wirkliche Volkserholungsstätten, Weiter hat der Sozialismus die Aufgabe, jede Verschleu derung von Arbeitskraft und Rohstoffen zu verhindern, die durch die Zerstückelung des ganzen Wirtschaftsapparates und durch die Beibehaltung unrentabler Maschinen und Betriebe verursacht wird, also Beseitigung aller rückständigen Produk tionsmethoden und Aufhebung der Betriebe, die nicht mit den besten Maschinen ausgerüstet sind, die vollkommene Erfassung aller Arbeitskräfte und ihre Einordnung in die Produktion und die Hebung der Zeugungskraft der Arbeit. Gerade ein Verweilen bei dem letzten Punkt dürfte angebracht sein, weil es uns eine Reihe von Winken für die nächsten Aufgaben der Arbeiterklasse während der Revolution erbringen kann. iwnuijy’ 1 ■: 11,11 ■ ' ' ■ > ' i Veredelung der Abeitskraft. Die sozialistische Wirtschaftsweise kann di© Leistungs fähigkeit des Einzelnen steigern und veredeln in einem Maße, das der Kapitalismus, der kurzsichtig den Augenblickserfolg erstreben möchte, niemals erreichen konnte. Bei unserer mo dernen Technik ist das Problem der Arbeit in erster Linie ein Problem der Bildung, und zwar ebenso in der Landwirt schaft. wie in der Industrie. Unter dem Kapitalismus stößt das Bildungsstreben der Masse auf unüberwindliche Schranken. Alle Versuche, in der kapitalistischen Gesellschaft auch nur die Einheitsschule, das Ideal der liberalen Schulmeister durehzusetzen, sind zum Scheitern verurteilt. Sie würden nur das sogenannte geistige Proletariat vermehren und dadurch diese Schicht von Kulturträgern entnerven. Der Kapitalismus ist nicht imstande, den unglückseligen Gegensatz von Kopf- und Handarbeitern anfzuheben. Er muß teilen, um zu herr schen. Er braucht die stumpfe Maschine: Arbeiter, er braucht