28 Erwin Respondek, für die Kaufleute und Industriellen weiter gezogen. Sie finden für ihre berechtigten Wünsche die denkbar geneigteste Berücksichtigung. So leisteten die Bankanstalten Verzicht auf ein vorheriges Akzept oder die Bankdomizilierung; Schecks, Wechsel werden auf das befreundete Ausland zum Inkasso genommen, bis zum Eingang des Gegenwertes diskontiert und auch kreditiert, Überweisungen von Konto zu Konto zu den billigsten Gebühren vollzogen. Durch diese vielseitigen Hilfsmaßnahmen hat die Notenbank den Grund zu einer neuen gedeihlichen Entwicklung des Wirtschaftslebens gegeben, auf dem für die nationale Verteidigung und Wohlfahrt des Landes, soweit sie auf wirtschaftlichem Gebiete liegen, langsam weiter gebaut werden kann. Die Privatwirtschaft stellt aber nur geringe Anforderungen an die Leihbereitschaft der Notenbank, obgleich ihr weitherziges Kreditange bot zu einer lebhafteren Inanspruchnahme geradezu einladet. Das Porte feuille der Handelswechsel weist demnach keine nennenswerten Ausschläge nach unten oder oben auf und der Bestand an den während des Krieges durch das Wirtschaftsleben erzeugten Wechseln übersteigt im Durch schnitt kaum 300 Mül. Frcs. Es steht außer Frage, daß das französische Noteninstitut sämtliche Möglichkeiten versucht, alle Erleichterungen ge währt hat, um die Entwicklung des Wirtschaftslebens zu fördern und ihm zur Lebhaftigkeit zu verhelfen. Aber wie schwach und langsam dieses Wiederaufleben erfolgt, geht aus der Entwicklung des Wechselbestandes hervor. Die Bank besaß im Portefeuille als Minimalbestand am 10. Februar 1915; 213 Mül. Frcs., als Maximalsumme am 24. Dezember 1915 395 Mül. Frcs. Im Jahre 1916 war bis zum 3. August der niedrigste Bestand 366,00 Mül. Frcs., der höchste 467,00 Mül. Frcs. Dies bedeutet gegenüber den Ziffern der Friedenszeiten eine Ver minderung von durchschnittlich 1250—1500 Mül. Frcs. 1 ). Es ist aber zu berücksichtigen, daß ein sehr hoher Betrag von Moratoriumswechseln, der seit Kriegsbeginn das Wechseiportefeuüle der Notenbank stark belastete, rasch durch die Wirtschaftenden abgebaut wurde. Dieser freiwillige Abbau erreichte in der Jahresepoche 1915; 24. Dezember 1914 . . . 3478,00 Mül. Frcs. 23. Dezember 1915 . . . r83g,oo „ „ d. b. eine Höhe von . . 1639,00 Mül. Frcs. In der Zeit vom 23. Dezember 1915 . . . 1839,00 Mül. Frcs. bis 3. August 1916 . . . 1438,00 „ „ eine Höhe von 401,00 Mül. Frcs. l ) Nach den Wochenausweisen früherer Jahre war der durchschnittliche Wechsel- bestand: 1911 .... 1200 Mül. Frcs. 1912 .... 1300 „ „ 1913 .... 1500 „ „ Dagegen in den vorangehenden Jahren erheblich unter xooo Mül. Frcs.