46 die Errichtung von Fachausschüssen der Hinweis aus die Konkurrenzorte ist. Darum muß — auch im Interesse der Industriellen — die Schaffung der Fachausschüsse s y st e m a t i s ch in Angriff genommen ­ und eine Zusammenarbeit der einzelnen Lokalausschüsse ermöglicht werden. Zu warnen ist vor der Aufpfropfung von Fachausschüssen ­ auf ganz unorganisierte Gewerbe. Mit derartigen Versuchen ­ wird gerade das Gegenteil von dem erreicht werden, was inan will. Besonders auf denr Lande mit seinen starken Abhängigkeitsverhältnissen ­ können sich sehr bedenkliche Erscheinungen herausstellen. ­ Unter dem Scheine der Parität und behördlicher Feststellung ­ können unter Umständen selbst beim besten Willen des Vorsitzenden Gutachten und Entscheide gemacht werden, die keinestvegs die wirklichen Verhältnisse treffen oder den Arbeitern Besserung ­ bringen. Bei denr Ansehen der Fachausschüsse ist in solchen Fällen zu beftirchten, daß die breite Oeffentlichkeit über den wirklichen ­ Ernst der Dinge hintveggetäuscht und die gewünschte Aufwärtsentwicklung ­ des Lebensstandes des Heimarbeiters eher gehemmt ­ als gefördert wird. -i- * Fassen wir das Ergebnis der letzten Jahre für den Heimarbeiterschutz zusammen, so stehen wir vor der in der Geschichte des deutschen Arbeiterschutzes wohl einzig dastehenden Tatsache, daß seit Erlaß des Hausarbeitgesetzes fünf für die Entwicklung des Problems äußerst bedeutungsvolle Jahre vergangen sind, ohne daß auch nur ein ernster Versuch gemacht ist, der Schwierigkeiten Herr zu werden. Mit Recht rühmen wir uns, daß unser Arbeiterschutz nicht wie in manchen anderen Ländern auf dem Papier geblieben ist, sondern mit deutschem Ernst und deutscher Gewissenhaftigkeit durchgeführt wird. Umso enttäuschender wirkt das Versagen auf diesem Gebiet.