79 75 % für die handwerksmäßige Herstellung und in 25 °/ 0 für die sonstigen Arbeiten uird Unkosten, irgendwie in Frage zu stellen. Wir werden übrigens noch unten kennen lernen, daß das Kriegsbekleidungsamt des Gardekorps in seine Auftragsbedingun- gen die Einschaltung von mehr als einer Stelle zwischen Auftrag nehmer des Amts und letztem Arbeiter untersagt hat. Hierdurch verteilen sich die vorerwähnten 25 % auf den Auftragnehmer und die ctiva vorhandene Zwischenstelle im Verhältnis wie 2 zu 1. Für Groß-Berlin ist, bezüglich der Stücklöhne eine weitere Verfügung der preußischen Heeresverwaltung besonders wichtig ge- worden: Sämtliche Bekleidungsämter sind von ihrer vorgesetzten Behörde angewiesen, bei allen Vergebungen von Schneider- usw. Anfertigungen, also auch bei solchen im eigenen Geschäftsbereich a) die Höhe der Macherlöhne entsprechend demjenigen Beklei- dungsamt zu bemessen, in dessen Geschäftsbereich die Sehnei deraufträge tatsächlich ausgeführt — nicht nur angenom men — werden. >>) zu diesem Zweck, von den mit Maßschneideranfträgen un mittelbar bedachten Stellen rechtzeitig eine bindende An gabe der zu a genannten Anfertigungsorte einzufordern. Auswärtige Bekleidungsämter wurden außerdem angewiesen, die Unkosten für Aussendung der fertigen Stücke — Rollgeld am Anfertigungsorte, und Eisenbahnkosten — zu übernehmen. Hiernach sind bei allen von Bekleidungsämtern der proußi- schen Heeresverwaltung gegebenen und in Groß-Berlin zur Ans- führung gelangenden Schneider- usw. Anfertigungen, lediglich die vorn Bekleidungsamt des Gardekorps vorgeschriebenen Macherlöhne und sinngemäß auch die von diesem Amt hierzu erlassenen Lohn betdingungen (Ausführiungsbcstimmungen) maßgebend. Trotz aller sozialer Fürsorge ging anfangs alles nicht so von statten, wie man es hätte erhoffen sollen. Bei Ausbruch des Krie ges waren die Kriegsbekleidungsämter mit der Beschaffung von ge waltigen Massen von Wafsenröcken, Hosen, Mänteln usw. stark überbürdet. Ta außerdem gesetzliche Fachausschüsse, auf die sich die Heeresverwaltung gleich hätte spitzen können, fehlten, mußten