8 kam nicht zustande; vielleicht schloß diese sich hier kund gebende Verstimmung sogar den Keim der Trennung in sieh. Bachem sah sich jedenfalls bald darauf nach einem andern Teil haber um, und glaubte ihn in dem Sohne des Buchhändlers Funcke in Crefeld gefunden zu haben. Auch in diesem Falle waren die Verhandlungen schon ziemlich weit gediehen. Am 1. April 1818 sollte eine Buchdruckerei, Buchhandlung und ein Papierhandel unter der Firma Bachem et Funcke eröffnet werden, wozu der letztere 4000 Taler herzugeben versprach, während Bachem seinen „Waren-Anteil an Sortiment und gutem Verlage der Firma DuMont et Bachem, Leihbibliothek, Journal zirkel und Inventar“ zuschießen wollte. Bachem sollte die Buch handlung einrichten, Funcke die Druckerei leiten. Auch dieser Plan zerschlug sich in elfter Stunde. Aber die Trennung von DuMont war endgiltig festgesetzt. Sie vollzog sich am 1. April 1818 durch folgendes Rundschreiben Bachems: Köln, den 2. April 1818. Gemäß freundschaftlicher Uebereinkunft hört, mit dem 31. März, meine Geschäftsverbindung mit Herrn M. DuMont-Schauberg auf. Fortan werde ich es unter meinem eigenen Namen betreiben, und beehre mich deswegen, Sie um die Fortdauer Ihrer Gewogenheit zu bitten, die ich stets, durch billige und pünktliche Bedienung, mir zu erhalten suchen werde. Frühere Verbindlichkeiten, die mir die Meßreise zur Pflicht machen, und eine von den Zufälligkeiten, die sich nicht immer vorher berechnen lassen, hindern mich, meinen Buchladen schon jetzt in dem dazu be stimmten Lokale zu eröffnen. Demungeachtet werden alle Aufträge, womit ich beehrt werden sollte, in meiner Leihbibliothek (Herzogstraße Nro. 4) angenommen und genau besorgt, bis ich ehestens die Vereinigung beider literarischen Institute in einem günstigeren Lokale meinen Freunden an kündigen kann. Mit ausgezeichneter Hochachtung J. P. Bachem, Buchhändler. Wie aus diesem Wortlaut hervorgeht, richtete Bachem auch eine Sortimentsbuchhandlung ein. In dem van Heesschen Hause Hohestraße-Budengassen-Ecke eröffnete er am 4. Mai 1818 den „Buchladen“ und verlegte auch die Leihbibliothek nach dort. Die Firma hieß „Johann Peter Bachem“ und wurde erst im Jahre 1898 in „J. P. Bachem“ vereinfacht, nachdem schon von Anfang an meist in dieser Form gezeichnet worden war. Auch DuMont mietete für seine Buchhandlung ein Haus Unter Güldenwagen Nr. 4504 (jetzt Hohestraße 133).