Choralbuch „in elegantem deutschen Notendruck“ heraus, und 1854 fügte der Verfasser dem Gesang- ein Andachtsbuch bei mit allen, im Laufe des Kirchenjahrs vorkommenden öffentlichen Andachten usw. Seitdem führte das Buch den Titel „Kölnisches Gesang- und Andachtsbuch zum Gebrauche bei den gemeinsamen Meß- und Nachmittagsandachten katholischer Gemeinden“. Der Erfolg des Buches war erstaunlich und wuchs zusehends. Nach der fünften, 1859 in 15000 Stück erschienenen Auflage wurde das Buch stereotypiert (zum erstenmal 1860). Im Jahre 1880 erschien es zum erstenmal als Diözesangesang- buch. Als Stein ein Jahr später starb, vermachte er das Urheberrecht an seinem Buche dem Erzbischöflichen Stuhle, der es jetzt noch ausübt. So volkstümlich ist der Verfasser des Werkes geworden, daß das „D iözesan-Gesang- und Gebet buch“, wie der Titel jetzt heißt, heute noch oft als „Steins Gesangbuch“ verlangt wird. Im Laufe der Jahre sind dann nach Vorschlägen des Verlags eine ganze Reihe von verschiedenen Ausgaben (große, kleine, Dünndruck- und Großdruck-Ausgabe, Ausgabe für höhere Lehranstalten) veranstaltet worden. Unter der theologischen Literatur des Verlags verdienen be sondere Erwähnung die Kaysersche Uebersetzung des Predigt werkes des Erzbischofs Daniel Murray von Dublin, die 1860 und 61 in drei Bänden herauskam, sowie die beliebten Bücher des Jesuiten P. Jos. Schneider „Medulla pietatis“, „Manuale congregationis B. M. V.“ und „Manuale sacerdotum“ aus derselben Zeit. Schneider war Rheinländer (1824 zu Friesheim geboren) und starb 1884 als Mitglied der Kongregation für Ablässe und Reliquien zu Rom. Von kirchenrechtlicher Bedeutung ist die „Sammlung kirch licher Er 1 asse, Verordnungen und Bekanntmachungen für die Erzdiözese Köln“, die der Kölner Domkapitular Dr. K. Th. Dumont im Jahre 1874 herausgab mit dem Zweck, die wichtigsten Erlasse usw. der Geistlichkeit und den Kirchenverwaltungen in einer nach dem Inhalt, nicht chronologisch geordneten Uebersicht für den praktischen Gebrauch an die Hand zu geben. Derselbe Verfasser veranlaßte auch eine in geschichtlicher und kirchlicher Hinsicht bedeutsame Veröffentlichung: die nach den einzelnen Dekanaten geordnete „Geschichte der Pfarreien der Erzdiözese Köln“, deren Einzelheiten eine Kommission am 24. Februar 1880 festsetzte. Der ersten, im Jahre 1883