42 dort eine hervorragende Rolle spielt, Für die Bergfahrt be- liefen sich die Ladungen 1910 auf 12 994 000 t von 1000 kg, wohingegen von der Talfahrt nur 4 661000 t (wovon 3 Mill. t Kohlen) gelôscht wurden; 1912 erreichte der gesamte Rhein- verkehr stromabwarts nur 40 % von demjenigen stromaufwârts. Daher ein reger Wettbewerb um Frachtgüter in ersterer Richtung, In Antwerpen dagegen tritt das umgekehrte Ver- hâltnis in Erscheinung; die für den Rhein (also für die Berg fahrt) bestimmten Ladungen betrugen nur 59 % der von dort (auf der Talfahrt) empfangenen Frachtmenge, Die nâchste Folge davon war, daB der Unterschîed in den Frachtsâtzen von Antwerpen oder von Rotterdam nach dem Rhein und besonders nach dem Oberrhein, trotz der 130 km weiteren Entîernung Antwerpens, oft nur unbedeutend ist. 6 ) Das ist selbstverstândlich ein günstiges Moment für unseren Wettbewerb. Andererseits wird Antwerpen dadurch zu einem Sammelpîatz verfügbarer Binnenschiffe, hinsichtlich deren ès f da es Verwendungsmôgîichkeiten auf mannigfachen Binnen- schiffahrtswegen für sie bietet, ebenfalls als Anlaufhafen geîten kann. Von Antwerpen konnen die Leichter durch Frankreich zum rheinischen Industriegebiet zurückkehren, indem sie die Wasserwege von Lüttich oder von Aalst und St. Quentin nach Touî, von Toul nach StraBburg und von StraBburg nach Duis- burg benützen. Diese Bedingungen übten einen sehr günstigen EinfîuB auf die Bedingungen unseres inlandischen Verkehrs, wie desjenigen nach Frankreich, aus, was naturgemâB unserem Handel und unserer Industrie zunutze kam. * * * Die statistischen Aufsteîlungen über den Schiffahrtsver- kehr des Antwerpener Haîens, die wir im I, Abschnitt brachten und untersuchten, gaben uns ein Bild sowohl von seinem staunenswerten Aufschwung innerhalb einer verhaltnismâBig geringen Anzahl Jahre, wie von seinem betrachtlichen Anteil am Weltverkehr, Die wirkliche Bedeutung eines Hafens îiegt aber in seinem Güterverkehr, in der geladenen und gelôschten Warenmenge. Wollte man namlich die Gesamttonnage des Schiffsein- und 5 5 ) De Leener, La politique des transports, p, 262,