Für die Durchfuhr in entgegengesetzter Richtung gibt die Statistik folgende Ziffern: Bestimmungslânder: 1911 Deutschland 736 299 t Frankreich 1 757 884 t Niederlande 418 413 t 1912 1913 870 697 t 920 653 t 1936330 1 2111447 1 461 215 t 601 026 t Verschiedene Anmerkungen von Wichtigkeit sind hier un- umgânglich nôtig. Die Berechmmgen von Prof. De Lannoy lieBen, wie wir gesehen haben, die Unzuverlâssigkeit der Durchfuhrstatistik klar zutage Ireten, und seine Berichtigungen betrafen gerade Produkte, die wir von See einfüliren; ihre Wiederausfuhr kann daher, von einigen Ausnahmen abgesehen, nur über die hollândische, deutsche (Zollverein) oder franzôsische Grenze statlfinden. Nun macht die geringe Entfernung Rotterdams wie sein Charakter als Einfuhrhafen es unwahrscheinlich, daB be- deutende Mengen der wiederausgeführten Güter nach Holland gehen, Frankreich andererseits bringt gegen uns ein „Surtaxe- d'entrepôt“-System zur Anwendung, das die Einfuhr von Wolle {ausgenommen die von den englischen Kolonien), Getreide, Kaffee, auslândischem Leder usw, usw, über Antwerpen ver- hindert, * 18 ) Auch die Differentialtarife der franzôsischen Eisen- bahnen zielen auf die Benachteiligung Antwerpens zugunsten der franzôsischen Hâfen ab. Infolge dessen ist der grôfite Teil der Hôhereinschatzung, die nach Prof, De Lannoy zugunsten der über unsere Landes- grenzen nach auswârts gehenden Durchfuhr gemacht werden muB, namlich 667 Mill, Fr. 19 ), nach aller Wahrscheinlichkeit auf Deutschlands Konto zu stellen. Die Ziffer des Verkehrs auf den Wasserwegen von Antwerpen nach diesem Lande stützt die betreffenden Dampfer anfangen zu laden, d, i. 5—6 Tage vor ihrer Abfahrt; in Antwerpen dagegen werden Güter noch an Bord genommen, wenn sie am Tage vor der Abfahrt ankommen. Da es sich in solchen Fâllen gewôhnlich um wertvolle Waren handelt, bedeutet dies eine Ersparnis an Zinsen für den Kâufer, der den Lieferanten erst nach Einschiffung bezahlen muS, und zugleich eine lângere Lieferungsfrist für den Fabrikanten. 18 ) Antwerpener Handelskammer, Bericht 1911, S, XIII. 19 ) Vorsichtshalber lassen wir die industriel! verarbeiteten Produkte auBer acht.