60 Dank den Umstânden waren diese Spesen in Antwerpen be- deutend niedriger als sonst irgendwo, was unseren Hafen wiederum konkurrenzfâhiger machte, * * * Die Statistik des belgischen Eigenhandels zeigt, daB unsere Einfuhr 1913 die Ausluhr um 1 Milliarde 300 Millionen Fr, überstieg; diese Biîanz wâre gefâhrlich passiv, wenn unser Land keine anderen Ertragsquellen besâfie. Prof, De Lannoy bat auf eine der letzteren hingewiesen, die besonderste; die Berichtigung unserer Statistik, die wir ihm danken, lâBt zutage treten, daB kein einziges Land, Holland vielleicht ausgenommen, im internationalen Zwischenhandel eine so auBerordentlich hohe Geschâftsziffer erreicht wie unseres, „Drei Milliarden und 200 Millionen," schreibt er 25 ), „werden an Waren auî unseren Eisenbahnen vertransportiert, in unseren Hafen geîôscht, in unseren Magazinen gelagert und zuweilen in unseren Fabriken für Rechnung des Auslandes verarbeitet, Was tragen uns die Dienste, die wir diesen Landern leisten, ein? Zur Beantwortung dieser Frage îehlen uns die nôtigen Anhaltspunkte, doch sind die ausgezahlten Summen ohne allen Zweiîel bedeutende, Unser internationaler Handel besteht in seinem überwiegenden Teile aus Geschaîten, deren Abwickelung stets mit Gewinn schiieBt, da es Durch- fuhrgeschâfte sind," Und in der Tat belief unsere Einfuhr sich 1913 auî 5,050 Mill., die Ausîuhr auf nur 3,716 Miîl., dagegen erreichte unsere Durchfuhr {nach den nicht berichtigten Zahîeni) 2,460 Mill,, aîso nahezu 50 % von unserer Einfuhr und 60% von der Ausfuhr. Zur Verteidigung der industriellen Interessen Belgiens schreibt De Leener: ,,Die überseeische Durchfuhr ist eine Quelle fruchtbringender Regsamkeit für das belgische Volk, Es macht unsere Kapitalien ertragsfahig und gibt einer Menge Leute Beschaftigung, Der Kauptvorteil ist jedoch in dem mittelbaren Nutzen zu suchen, der unserer Landesindustrie daraus ersprieBt, Die Ausîuhr ist für die belgische Industrie eine Lebens- îrage, Verschiedene Zweige derselben konnen sich überhaupt * ïr> ) In 1909. Seitdem ist diese Zifîer noch bedeutend gestiegen!