61 nur vermittelst der Ausîuhr, insbesondere nach überseeischen Lândern, aufrecht erlialten, Ernste Schâdigung würde dem Lande daher durch das Fortfallen direkter, regelmâBiger und mogîichst billiger Verbindungen mit allen Lândern der Welt entstehen, Solche Verbindungen aber kônnen nur in einem H a f e n mît bedeutendem und viel- seitigem Verkehr entstehen, Belgien allein ist nie ht imstande, einen solchen Verkehr zu schafîen. Es ist daher eine besondere Wohltat, d a 6 die Nachbarlânder diesera Mangel ab - helfen." 26 ) In seiner Propagandaschriît zugunsten des Antwerpener Haîens (S, 31) hebt Minister Renkin den gleichzeitigen Auf- stieg des Hafenverkehrs und des «Budget des voies et moyens" (Staatseinkünfte) wâhrend der letzten zv/anzig Jahre hervor und stellt lest, daB dieser Verkehr die Einkünfte unmittelbar und mitteibar beeinîluBt. Da nun aber der Haîenverkehr sich aus dem Eigenhandel und der Durchfuhr aufbaut, letztere aber den bedeutenderen Teil dazu liefert, ist die günstige Be- einflussung der Staatseinkünfte in demselben MaBstabe auf Rechnung der Durchfuhr zu setzen- Endlich ist der Wechselkurs, der in unserm internationalen Handel eine so hervorragende Rolle spielt, in der Regel zu unseren Ungunsten; das rührt u, a. von dem MiBverhâltnis zwischen unserer Produktion und unserem Bedarf fier, Da es aber schwierig sein würde, erstere zu vermehren und das An- waehsen des letzteren zu verhindern, müssen wir notgedrungen dem Fortbestande des Durchfuhrverkehrs die grôBte Bedeutung zuerkennen. Es will uns scheinen, daB diese ganze Reihe von Argu- menten genügen wird, um die Notwendigkeit der Durchfuhr für unsere Volkswirtschaît klar ins Licht zu stellen, Deutschland nimmt eine so überwiegende Stelle in unserem Zwischenhandel ein, daB die Ausschaltung dieses Kunden, wie die Pariser Konferenz sie vorschlâgt, unseren Untergang nach sich ziehen würde. Die englisch-deutschen und franzôsisch- deutschen Handelsbeziehungen, die von so groBem Nutzen für 26 ) De Leener, La politique des transports, p. 241.