—— ”—p ■ p;— ; pj ; ; 1 i 1 ' — 62 — uns waren, würden ebenfails aufhôren, und was uns dann noch übrig bliebe, wâre von keiner Bedeutung mehr. Es würde uns tatsâchiich nichts aïs die Vermittlung der franzôsisch-niederlândischen und einiger franzôsischen Durch- fuhr von und nach Übersee verbleiben. Die SchutzzollmaB- regeln Frankreichs, sein ,,Surtaxe-d'Entrepôt“-System, die Differentiaîtarife von den Eisenbalmgesellschaften (Cie. du Nord; Cie, de l'Est; Cie de l'Ouest; P, L, M.) zugunsten Havres, Dünkirchens und Marseilles eingeîührt, haben die franzdsische Durchfuhr über Antwerpen natürlich auî einer auBerst geringen Hôhe gehalten, 27 ) Selbst Biiîiard beklagt sich in seinem Bûche „La Belgique industrielle et commercielîe de demain" über Frankreich: „Es verschanzt sich vorsâtzlich in sich selbst, und in wirtschaftlicher Hinsicht môchte es sich selbst genügen." Man wird uns vielleicht sagen, daB das edelmütige und ritterliche Frankreich den Opfern, die Belgien sich im gegen- wartigen Kriege zu seineii Gunsten aulerlegt hat, Rechnung tragen und uns Vorzugstarife bewilligen wird, Das ist moglich, doch vergessen wir vor allem nicht, daB die Geschaftswelt nur Geschâfte kennt. Zudem dürfte es für Frankreich ganz und gar unmôglich sein, die bis jetzt befolgte Politik aufzugeben, und zwar u, a. aus dem guten Grunde, daB der materielle Schaden, den dieses Land durch den Krieg erlitten hat, sich als groB genug herausstellen wird, um ihm die auBerste Aus- nützung aller ihm verbleibenden und für seinen Wiederaufbau geeigneten Hülfsqueîlen und Mittel zur gebieterischen Pflicht zu machen, 28 ) Übrigens sind bereits Anzeichen vorhanden, die nicht im entferntesten auf Vergütungen, für uns hindeuten, sondern die 27 ) Die fortschreitende Fôrderung der Erzlager im Becken von Briey (Ost-Frankreich) hâtte nicht allein der Einfuhr für unsere industriellen Bedürfnisse zustatten kommen, sondern auch ein bedeutender Faktor werden kônnen in unserèm Durchfuhrhandel über Antwerpen vornehmlich nach England — wir hâtten damit eine gute Rückfracht gehabt für die Tramp s chiffe, die jetzt auf Ballast dahin zurückgehen — doch machen die von Dünkirchen ins Werk gesetzten Bemühungen, sich diesen Transport zu sichern, aile unsere Hoffnungen zunichte. Siehe den Bericht der Ant- werpener Handclskammer von 1911, S. XIV, ïS ) Wir wollen nur daran erinnern, daB die Bilanz der franzôsischen Eisenbahnen nach den Angaben des Petit Journal für die letzten drei Jahre einen Verlust von 1,1 Milliarden Fr, aufweisen, wovon 0,206 Milliarden für Rechnung des Staates, (Offizielle Zahlen.)