78 brauch verhâltnismâBig stark erhôhen, um uns eine Handels- ziffer zu besorgen, die unser Handel mit Deutschland aufzu- weisen batte, nâmlich eine Milliarde, 660 Millionen, Wie wir bei der Untersuchung über den Durchfuhrhandel bereits ge- sehen haben, müBte Frankreich seine ganze Transportpolitik fahren lassen und seine Zollgesetzgebung abândern, was ihm in Anbetracht der Umstânde so groBe materielle Verluste ein- tragen würde, dafi gar nicht daran zu denken ist, AuBerdem wâre zu untersuchen, inwieweit Frankreich uns unsern Handel mit Deutschland vergüten kônnte mit Rücksicht auf die Art der ausgetauschten Güter. Eine eingehende Untersuchung darüber würde uns zu weit führen; wir werden uns damit begnügen, einige Worte darüber zu sagen, 10 ) Die „Statistik des belgischen Spezialhandels mit Frankreich, GroBbritannien usw, für 1908/09, untersucht hînsichtlich des Ursprungs und des Grades der Bearbeitung der ausgetauschten Güter“, 1911 von unserer Regierung herausgegeben, ist hierfür um so wichtiger, als sie den Durchfuhrhandel sorgfâltig ausscheidet; wir entnehmen ihr die folgende Tabelle (XIX), die zum Ver- gleich dienen kann, obwohl sie von 1909 datiert. In erster Linie îallt darin der überwiegende Anteil (53,6 %) der Fabrikate an unserer Einfuhr aus Deutschland, sowie derjenige der Roh- stoffe ins Auge, wohingegen in der Ausfuhr nach diesem Lande die Halbfabrikate vorherrschen. Unser Handel mit Frankreich zeigt keine derartige Steilsprünge, die auf eine gewisse Spezialîsierung im Austausch schlieBen lassen, Andererseits weist der Vergleich zwischen dem deutsch-franzôsischen Aus tausch und dem deutsch-belgischen Handel, den Tabelle XIX bietet, auf einen zu verschiedenartigen Charakter, als daB an die Môglichkeit eines gegenseitigen Ausgleîchs gedacht werden konnte; die Spezialîsierung zeichnet sich dafür beiderseits zu scharî ab und entspricht den in Jedem der beiden Lânder be- stehenden Produktionsbedingungen, Und diese sind wiederum von natürlichen, soziologischen, ethnographischen und anderen Faktoren abhângig; einfach willkürliche Verordnungen würden sie nicht verândern kônnen. 1B ) Für nâhere Einzelheiten sehe man die Studie von H. Waentig, Die Zukunîtspliine des Herrn Billiard, in; Belfried, I. Jg., S. 9 ff.