28 aus, daß ich vor nur selbst erschrak. Was auch mein Vater sagte, ich antwortete bloß durch ein trotzig höh nisches Lächeln, das meinen Vater reizte, mich ins Ge sicht zu schlagen. Doch hielt er an sich. Ruhig zog ich mich an, sagte, daß ich zu Hiller müsse, und ging mit dem Vorsatz hinunter, mich in die Ohle zu werfen. Als ich an das Geländer trat, blieb ich stehen. Ich überlegte, wie ich es machen sollte. „Du gehst die Stufen hinunter," sagte ich zu mir selbst. „Bist du aus der letzten, so steckst du deinen Fuß ins Wasser, darauf erhebst du den anderen in die Höhe; natürlich stürzest du vornüber und bist frei." Hier dachte ich an meine Mutter, auch wohl an meinen Vater. Doch schritt ich entschlossen nach der Treppe zu, denn meine Aufregung war zu groß. Da plötzlich hörte ich rufen: „Ferdinand!" Ich drehte mich um. Mein Vater stand hinter mir, bleicher noch als ich selbst. „Was machst du hier?" „Ich sehe mir das Floß an." „Du brauchst nicht in die Stunde zu gehen, geh in« Kontor." Ich folgte, setzte mich aufs Sofa, und in einer halben Stunde fand ich, daß ich sehr unrecht getan habe, einen solchen Vorsatz gefaßt und meinem Vater solche Furcht verursacht zu haben. Denn daß er meinen Plan merkte, zeigte mir seine Blässe, sein Verbot, in die Stunde zu gehen — er wollte mir vermutlich Zeit geben, mich zu