30 Wenn die Nase verunstaltet wäre Als ich von Samuel wegging, fiel ich dicht an meinem Hause so schrecklich nieder, daß ich gleich aus Nase und Mund zu bluten anfing. Ein Mann hob mich auf und brachte mich, der ich kaum gehen konnte, zum Vater ins Gewölbe. Wie dieser sich erschrak, geht über alle Beschreibung. Da er hörte, daß Mutter weggegangen sei, brachte er mich hinauf, machte mir Umschläge mit kaltem Wasser. Meine ganze Nase und mein Mund waren schrecklich geschwollen, überall Haut losgerissen, was mir viel Schmerzen machte. Mein Vater fragte mich beständig, wo ich Schmerzen habe, ja er weinte beinahe, der gute Vater. Er verbot mir, zu Hiller zu gehen. Ich ging aber, weil ich vorige Stunde gefehlt habe. Doch tat es mir nachher leid, da mir Hiller sagte, wenn ein Lüftchen zu der Geschwulst käme, so bliebe diese lebenslänglich. Dieser Gedanke verursachte mir doch einiges Unbehagen. Isidor traf ich, der sich wirklich über mein Aussehen entsetzte und sehr viel Teilnahme zeigte. Als ich nach Hause kam, war die Mutter da, die noch von nichts wußte und sich daher nicht wenig erschrak, als ich ihr mein Abenteuer erzählte. Abends ließ Vater mir Paetzold holen, der mir Umschläge mit Essig ver ordnete. Ich habe große, große Furcht, daß nur die Nase bleiben wird, so onklee, besonders ist es meine Schwester, die dies bestätigt. Na, und wenn dies ge schehen sollte, mein Gesichtchen wäre dann zwar hin, aber ich glaube, ich würde mich am Ende nicht sehr darüber betrüben. Aber dies weiß ich positiv, daß ich