44 mußte es sein. Seitdem hat jener Kampf ununterbrochen gewährt. Er wurde geführt nicht durch die rohe physische Macht, sondern durch die Macht des Geistes. In jedem Lande, unter jeder Nation erheben sich Männer, die mit dem Worte kämpften, fielen oder siegten. Der Kampf um die edelsten Zwecke, er wird auf die edelste Weise geführt. Freilich muß später durch die physische Gewalt die Wahrheit unterstützt werden, denn sie wollen es nicht anders, die Leute auf den Thronen. Nun, so laß uns die Völker nicht aufregen, nein, erleuchten, aufklären." Mein Vater schwieg lange, dann sagte er: „Mein Sohn, ich verkenne nicht die Wahrheit, die in deiner Rede liegt, aber warum willst du gerade zum Märtyrer werden? Du, unsere einzige Hoffnung, Stütze. Die Freiheit muß errungen werden, aber sie wird's auch ohne dich. Bleib bei uns, mach du unser Glück aus, wirf dich nicht in jenen Kampf. Selbst wenn du in ihm siegst, gehen wir doch unter. Wir lebten nur für dich. Vergilt uns. Du allein, du änderst's nicht. Laß Leute kämpfen, die nichts zu verlieren haben, an deren Ge schick nicht das Herz der Eltern hängt." O ja, er hat recht! Warum soll ich gerade zum Mär tyrer werden? Doch wenn jeder so spräche, so feig sich zurückzöge, wann würde dann ein Kämpfer aufstehen? Warum soll ich gerade zum Märtyrer werden? Warum? Weil Gott mir die Stimme in die Brust gelegt, die mich aufruft zum Kampfe, weil Gott niir die Kraft gegeben, ich fühle es, die mich befähigt zum Kampfe! Weil ich für einen edlen Zweck kämpfen und leiden kann! Weil ich Gott um die Kräfte, die er mir