51 mich übrigens dadurch nicht abhalten lassen. Euch von Zeit zu Zeit Nachricht zu geben, zumal wenn irgend etwas vorfällt, welches meine Lage ändert. Im Laufe März komme ich vor die Assisen; daß nicht das Geringste zu fürchten ist, habe ich Euch schon von vornherein geschrieben und brauche es daher erst nicht zu wiederholen. Ich will noch hinzufügen, daß alle politischen Angeklagten, welche jetzt in Köln vor den Geschworenen gestanden, wiederum ohne Aus nahme freigesprochen wurden (Marx, Schneider, Schap- per, Engels, Korsf, Gottschalk, Kinkel, zwei Dutzend Arbeiter usw.). Was so vielen möglich, wird doch mir um so eher möglich sein. Obwohl Ihr also in solcher Hinsicht gewöhnlich vor lauter Angst zu gar keiner ruhigen Betrachtung kommt, so hoffe ich doch, daß Ihr Euch diesmal keine unnötigen Sorgen machen werdet. Ich freue mich auf die Prozedur wie ein Gott. Wie der fernhintreffende Apollo will ich meine Lanzen werfen, und ich habe im voraus Mitleid mit dem Ärmsten, der die klägliche Aufgabe haben wird, diese spaßhafte und verbrecherische Anklage mir gegenüber zu verteidigen. Die politischen Verhältnisse werden wohl gleichfalls bald zu einer entscheidenden Lösung gelangen müssen. Ent weder kehrt Deutschland wirklich wieder und für immer in die Nacht der alten Zustände zurück — und dann ist alle Wissenschaft eine Lüge, alle Philosophie ein bloßes Spiel des Geistes, Hegel ein dem Irrenhaus entlaufener Narr, und es gibt keinen Gedanken in dem Zufall der Geschichte —, oder die Revolution wird bald einen neuen und entscheidenden Triumph feiern.