16 IE. Das Leben des Buddha. angelegt, und je nach der Jahreszeit lebte er in einem Sommer-, Herbst- und Winterpalast. Die vier Monate der Regenzeit ver brachte er im Herbstpalaste, wo unsichtbare Musik ihn ergötzte. Die feinsten Speisen aus Reis und Fleisch wurden ihm bereitet. Seine Erziehung wird sich sonst voraussichtlich nicht von der üblichen Er ziehungsweise junger Adliger unterschieden haben. Jüngere Texte berichten, daß Kuädboäaaa aus übergroßer Liebe zu seinem Sohne dessen Erziehung sehr vernachlässigte. Er wurde nicht einmal im Waffenhandwerk unterrichtet, so daß er die Hand des Mädchens, das er sich zur Frau erkor, erst nach Ablegung einer Probe zu gestanden erhielt. Er heiratete jung. Es wurde ihm ein Sohn geboren, der den Namen Eahula erhielt. Den Namen der Frau des Buddha erfahren wir aus alten Texten nicht. Diese nennen sie stets Eähulamätä, „die Mutter des Eähula". Ein jüngerer, kanonischer Palitext nennt sieLbaääaüaooa, die nördlichen Texte in Sanskrit nennen sie Gopä oder Yasodharä. 29 Jahre war Buddha alt geworden, als ihm das Leben, das er bis dahin ge führt hatte, zum Ekel wurde. Er verließ seine Paläste, Frau und Kind und zog als Bettler in die weite Welt. Ein alter Text sagt darüber: „Der Asket Gautama ist Mönch geworden, indem er eine große Verwandtschaft verließ. Der Asket Gautama ist Mönch ge worden, indem er viel Gold, gemünztes und ungemünztes, verließ, das sich in Kellern und auf Böden befand. Der Asket Gautama ist jung, als junger Mann, mit schwarzemHaar, in glücklicher Jugend, im frühesten Alter, von der Heimat in die Heimatlosigkeit gegangen. Der Asket Gautama hat, obwohl seine Eltern es nicht wollten, ob wohl sie Tränen vergossen und weinten, sich Haare und Bart scheren lassen, gelbe Gewänder angelegt und ist von der Heimat in die Heimatlosigkeit gegangen". Über die Gründe zu diesem Schritt lassen die alten Texte Buddha sich selbst aussprechen. Nachdem er seinen Jüngern erzählt hatte, in welchem Überfluß er gelebt hatte, fuhr er fort: „Mir, o Mönche, der ich mich in solchem Wohlstand be fand und der ich so außerordentlich zart war, kam der Gedanke: Der unwissende, gewöhnliche Mensch, der selbst dem Alter unter worfen ist, empfindet, wenn er, selbst noch nicht alt, einen ganz Alten sieht, Unbehagen, Scham, Ekel, indem er die Nutzanwendung auf sich selbst macht. Auch ich bin dem Alter unterworfen, selbst noch nicht alt; sollte ich, der ich selbst dem Alter unterworfen, selbst noch nicht alt bin, wenn ich einen ganz Alten sehe, Unbehagen, Scham, Ekel empfinden? Das stände mir nicht wohl an. Mir,