34 III. Das Leben des Buddha. dhismus genannt. Änanda war der Lieblingsjünger Buddhas. Buddha hatte ihn stets um sich und starb in seinen Armen. Die Tradition berichtet von Änanda, daß er das Meiste gehört und das Gehörte am besten behalten habe. Er selbst sagt in ihm zugeschriebenen Versen: „25 Jahre habe ich dem Herrn gedient mit Liebe, mit Herzen, Mund und Händen, nicht weichend von ihm, wie sein Schatten." Anumddha gilt für den Begründer und Hauptkenner des Abbidbarwa, Upäli soll den Hauptanteil an dem Yinaya, der kirchlichen Disziplin, gehabt haben. Vor seiner Bekehrung war Upäli der Barbier der Läbyas, bei denen er eine familiäre Stellung einnahm. Devadatta ist der Verräter Buddhas. Sein Verrat fand erst statt, als Buddha bereits das siebzigste Lebensjahr überschritten hatte; doch sei gleich hier alles Nötige erwähnt. Die Nachrichten über ihn sind teilweise reich mit Wundern durchzogen und märchenhaft gehalten. Die jüngere Tradition läßt ihn schon auf Buddha neidisch sein, als dieser in einem Turnier die übrigen Prinzen überwand. Neid und Haß sollen seitdem in seinem Herzen nicht erloschen sein. Als Buddha seine Bitte, ihn an die Spitze der Gemeinde zu stellen und da mit zu seinem Nachfolger zu erklären, zurückgewiesen hatte, kam sein Haß zum offenen Ausbruch. Damals schritt Ajätasatru dazu, seinen Vater Liinbisära zu entthronen. Mit ihm im Bunde wollte Devadatta gleichzeitig Buddha umbringen. Aja- taäatru erreichte auch seinen Zweck. Er warf seinen Vater in einen Turm, in dem er ihn hungern und die Füße mit einem glühenden Eisen brennen ließ, eine Mißhandlung, an deren Fol gen Liinbisära starb. Alle Versuche aber, die Devadatta. machte, um Buddha zu ermorden, scheiterten, nach den Quellen natürlich durch die Wunderkraft des Buddha. Devadatta hat aber dem Meister weniger durch seine Verfolgungen geschadet als dadurch, daß er Uneinigkeit in die Gemeinde brachte. Der Bericht darüber darf um so mehr als historisch gelten, als es nach dem Zeugnis der chinesischen Pilger noch im siebenten Jahrhundert nach Chr. faktisch in Indien Mönche gab, die der Regel des Devadatta folgten. Devadatta suchte eine strengere, asketische Richtung zur Geltung zu bringen, indem er forderte, die Mönche sollten nur im Walde leben und nie in ein Dorf gehen, nur von Almosen leben und jede Einladung ablehnen, sich nur in Lumpen kleiden, nur an den Wurzeln der Bäume ohne schützendes Dach leben, nie Fleisch und Fische essen. Wer dagegen fehle, solle aus der Gemeinde ausge