42 III. Das Leben des Buddha. bezwingung der Regen (der sie befruchtet), Wissen ist mein Joch und mein Pflug, Bescheidenheit ist mein Pflugsterz, Verstand die Spannstange, Nachdenken meine Pflugschar und mein Treibstock. Ich bin rein an Körper und Geist, mäßig im Genuß; ich spreche die Wahrheit, um das Unkraut (der Lüge) zu vernichten; Mitleid ist meine Ausspannung. Anstrengung ist mein Zugvieh, das mich zum Mrvünu bringt; es geht, ohne sich umzuwenden, nach dem Orte, wo es kein Leid mehr gibt. So ist mein Pflügen, und seine Frucht ist die Unsterblichkeit; wer so pflügt, wird frei von allem Leid." Da schüttete der Brahmane Xrsibbaraäväsa Milchreis in eine goldene Schale, reichte sie dem Herrn und sprach: „Iß, o Gau- tama, den Milchreis. Ja, du bist ein Pflüger; denn du, o Gau- tama, vollführst ein Pflügen, das als Frucht die Unsterblichkeit trägt." Bon sonstigen Bekehrungsgeschichten werden noch aus dem sech zehnten Jahr die Bekehrung eines menschenfressenden Riesen, aus dem neunzehnten die eines Jägers, der Buddha töten will, weil er ein Stück Wild aus der Schlinge befreit hatte, aus dem zwan zigsten die des berüchtigten Räubers Angulimäla erwähnt, der in den Dbsragätbä8 mit eigenen Versen erscheint. Im zwanzigsten Jahre wurde, wie erwähnt, Änanda zu Bud dhas persönlichem Begleiter ernannt. Mit diesem Jahre schweigt die südliche Tradition ungefähr vierundzwanzig Jahre ganz. Wohl weiß sie noch von einzelnen Ereignissen zu berichten, aber eine chronologische Reihenfolge wird nicht mehr innegehalten. Die nörd liche Tradition verlegt ins sechsundzwanzigste Jahr den Abfall des vsvaäatta und drei Jahre vor den Tod des Buddha die Zer störung von Kapilavastu. So wenig wir über diese vierundzwanzig Jahre, die in stiller Gleichförmigkeit verflossen sein werden, wissen, um so ausführlicher ist der Bericht über die letzten drei Monate von Buddhas Leben. Er findet sich in dem Mabäparinibbäna- sutta des Dighanikaya, einem alten, in wundervoller Sprache geschriebenem Texte. Es wird dort erzählt, daß Buddha einen Krieg des Königs Asätasatru mit den Yrjjis von Yaisäli ver hinderte, indem er dem Abgesandten des Königs dringend abriet, Krieg anzufangen. Nach einigen unwichtigeren Ereignissen zog er dann nach Pstaligrawa, das eben von Ajätasatm befestigt und zur Stadt Pätaliputra erhoben wurde. Buddha prophezeite die zukünftige Größe der Stadt. Von hier zog er nach Vaiiäh, wo die schon erwähnte Begegnung mit Ambapäli und den Liccbavis