Der Tod des Buddha. 43 stattfand. Von Vaisäli ging er nach dem nahe gelegenen Dorfe Lsluva, wo er die Regenzeit zubrachte. Es sollte die letzte seines Lebens sein. Er wurde in Beluva schwerkrank. Noch einmal er holte er sich so, daß er weiter wandern konnte. Auf dem Wege nach Lnsinagara, der Hauptstadt der Mallas, kam er nach dem Dorfe Pävä, wo er einer Einladung des Schmiedes Gun da folgte, der ihm fettes Schweinefleisch vorsetzte. Das wurde die Ursache zu Buddhas Tode. Nach dem Genusse des Fleisches trat die Krank heit heftiger auf, und müde und elend zog Buddha nach Kusi- nagara. In einem Gehölz ließ er sich von Ananda ein Lager unter einem blühenden Lalabaume bereiten und erwartete dort den Tod. Ananda weinte bitterlich. Da tröstete ihn Buddha, indem er sagte: „Laß es genug sein, o Ananda, bekümmere dich nicht, klage nicht. Habe ich dir, o Ananda, nicht gesagt, daß man von allem Lieben und Angenehmen scheiden, sich trennen, es entbehren muß. Wie ist es, o Ananda, möglich, daß das, was geboren, geworden, zu sammengesetzt, dem Vergehen unterworfen ist, daß das nicht zu grunde ginge? Das kommt nicht vor. Du, o Ananda, hast dem Vollendeten lange gedient, mit Liebe und Mühe, mit Nutzen und Heil, ohne Falsch und ohne Aufhören, mitHerzen, Mund und Händen. Du hast Gutes getan, o Ananda; gib dir Mühe; bald wirst du frei von Sünde sein." Dann redete Buddha noch die Jünger an und schickte den Ananda nach Kusinagara, um den Mallas seinen bevorstehenden Tod zu melden. Diese waren eben in Geschäften auf dem Rathaus versammelt, unterbrachen aber die Sitzung, zogen weinend und klagend mit Frauen und Kindern zu Buddha und brachten ihm ihre Verehrung dar. Ms letzter bekehrte sich noch ein andersgläubiger Mönch Lublladra (Pali Subbadda), der „letzte, persönliche Jünger des Herrn". Zu Ananda sprach dann Buddha noch: „Es könnte sein, o Ananda, daß euch der Gedanke käme, die Lehre hat ihren Meister verloren, es gibt keinen Meister mehr. So dürft ihr, o Ananda, die Sache nicht ansehen. Das Gesetz und die Disziplin, die ich gelehrt und verkündet habe, die ist nach meinem Hinscheiden euer Meister." Er traf dann noch einige Anordnungen für die Zukunft, fragte die Mönche dreimal, ob noch irgend jemand einen Zweifel an der Lehre hätte, und als alle schwiegen, sagte er: „Wohlan, ihr Jünger, ich rede zu euch. Vergänglich ist alles, was da geworden. Sorgt eifrig für euer Heill" Das waren seine letzten Worte. Dann wurde er bewußtlos und verschied. Im Augenblicke seines Todes trat ein gewaltiges Erdbeben ein, und der Donner rollte.