86 VI. Die Lehre des Buddha. eines andern einlassen." Der Suttaaixäta sagt: „Wer sich mit den Frauen von Verwandten oder Freunden einläßt, mit Gewalt oder ihrem Einverständnis, der ist ein Ausgestoßener." Das vierte Gebot lautet:, ,Du sollst nicht lügen." Das Dhammika- sutta sagt davon: „Weder vor Gericht noch in einer Versammlung soll einer den andern belügen. Man soll niemanden zur Lüge verleiten, noch es billigen, daß einer lügt, sondern jede Art der Lüge vermeiden." Im Kokälijasutta heißt es: „Im Munde des Menschen entsteht bei seiner Geburt eine Axt, mit der der Tor sich selbst verletzt, wenn er schlechte Rede führt. Wer einen lobt, der zu tadeln ist, oder einen tadelt, der zu loben ist, der wirft mit seinem Munde einen Unglückswurf und durch den Unglückswurf findet er kein Glück. Das ist ein unbedeutender Unglückswurf, durch den man beini Würfelspiel sein Geld verliert; der tut einen größeren Unglückswurf, der sich an Guten versündigt. Wer die Unwahrheit spricht, und wer leugnet, was er getan hat, kommt in die Hölle; beide niedrig handelnde Menschen sind nach ihrem Tode im Jenseits gleich. Wer einen nicht Schlechten schlecht macht, einen reinen, unschuldigen Mann, auf den Toren fällt die Sünde zurück, wie feiner Staub, der gegen den Wind geworfen wird." Die Positive Seite des Gebotes ist: „Du sollst von deinem Nächsten nur Gutes reden." In einer seiner Reden sagt Buddha von dem Mönche: „Er läßt von Verleumdungen ab, hört mit Verleum dungen auf. Was er hier gehört hat, sagt er nicht dort wieder, um diese zu veruneinigen; was er dort gehört hat, sagt er nicht hier wieder, um jene zu veruneinigen. Er versöhnt, die sich ver uneinigt haben, und bestärkt, die sich geeinigt haben. Die Eintracht ist seine Wonne, die Eintracht ist seine Freude, die Eintracht ist seine Lust; Eintracht schaffende Worte spricht er. Er läßt von grober Rede ab, hört mit grober Rede auf. Er spricht tadellose, den Ohren angenehme, liebe, zu Herzen gehende, höfliche, der Menge liebe, der Menge angenehme Worte." Was hier vom Mönch ge sagt wird, wird an einer andern Stelle mit genau denselben Worten als Eigenschaft Buddhas selbst angegeben und gilt für alle Menschen. Das fünfte Gebot ist: „Du sollst nicht berauschende Getränke trinken." Das indische Klima erfordert Nüchternheit, so daß das völlige Verbot berauschender Getränke heilsam und notwendig war, um so mehr, als in alter Zeit die Inder starke Trinker waren. Das vbawmikasutta sagt: „Der Hausherr, der diesem Gesetze