nfMatur  undlDesen  der
Effekten/WertpapiereJ
Effekten  und  Wertpapiere  sind  nach  allgemeinem
Sprachgebrauch  gleichbedeutende  Begriffe.  Da  sie  in  einer
großen  Zahl  generisch  gleicher  Stücke  verkommen,  finden ­
  häufig  Umsätze  in  ihnen  statt,  und  die  Kurs-  und
Preisnotierungen  der  Effekten  geben  den  Besitzern  dauernd
Aufschluß  über  ihren  Wert.  Da  der  Eigentümer  sich  in
jedem  Augenblick  von  seinen  Effekten  trennen  und  das
Geld  für  andere  Zwecke  frei  machen  kann,  und  da  umgekehrt ­
  aber  auch  jederzeit  die  Möglichkeit  besteht,  die
Effekten  wieder  zu  erwerben,  bilden  sie  die  bequemste
Form  der  Kapitalsanlage.
Durch  einen  einzigen  Auftrag  an  seine  Bank  kann
heute  der  Kapitalist  Gläubiger  zahlreicher  Staaten,  Kommunen, ­
  industrieller  Unternehmungen  usw.  werden.  Um
die  Überwachung  der  Sicherheit  ihrer  Vermögen  bekümmert ­
  sich  heute  nur  ein  verhältnismäßig  kleiner  Teil  der
Effektenbesitzer.  Eine  dauernde  Überwachung  durch
Banken  und  Bankiers,  die  zwar  auch  irren  und  in  die
Zukunft  nicht  blicken  können,  ist  dringend  zu  empfehlen.
Professor  Sombart,  der  im  Jahre  1900  den  Effektenbesitz
  Deutschlands  auf  31—32  Milliarden  M  bezifferte,
hat  m.  E.  den  Betrag  zu  niedrig  geschätzt.  Heute  beträgt ­
  jedenfalls  das  in  Effekten  verkörperte  Kapital
Deutschlands  mehr  als  50  Milliarden  M.
Nach  der  Art  der  ÜBERTRAGUNG  DES  BESITZES
unterscheidet  man  auf  den  Namen,  an  Order  und  auf
den  Inhaber  lautende  Schuldverschreibungen.
Am  ältesten  sind  die  auf  den  Namen  lautenden  Schuldverschreibungen, ­
  die  Rektapapiere,  d.  h.  die  Papiere,
bei  denen  die  Geltendmachung  des  verbrieften  Rechtes
der  in  der  Urkunde  namentlich  bezeichneten  Person  zustehen ­
  soll.  Sie  gewähren  zwar  im  Falle  eines  Verlustes
größere  Sicherheit,  sind  aber  für  den  Besitzer  unbequem,
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