sortialgewinnen  usw.  zusammensetzen,  auf  die  im  Laufe
des  Geschäftsjahres  etwa  erlittenen  Verluste,  auf  die
Bewertung  der  Bankgebäude  usw.*)
13.  Obligationen  von  Banken.
Die  5  Banken,  deren  Obligationen  gehandelt  werden,
tragen  den  Namen  ,,Bank“  nicht  mit  Recht,  da  sie  das
reguläre  Bankgeschäft  nicht  betreiben,  sondern  als  Hauptzweck ­
  die  Finanzierung  bestimmter  Unternehmungen  betrachten. ­
  Es  sind  sog.  finanzielle  Trustgesellschaften,
die  als  Tochtergesellschaften  von  Emissionsbanken  gegründet ­
  worden  sind.
14.  Industrie-Aktien.
Die  Aktien  der  Gesellschaften,  die  nicht  in  die  Kategorie ­
  der  Bank-,  Eisenbahn-,  Transport-  oder  Versicherungsunternehmen ­
  gehören,  faßt  der  Berliner  Kurszettel
unter  dem  Namen  Industrie-Aktien  zusammen  und  zählt
die  Papiere  alphabetisch  auf,  nachdem  in  zwei  Abschnitten ­
  ,,Hiesige  Brauereien“  und  ,,Auswärtige  Brauereien“ ­
  genannt  sind.  An  den  deutschen  Börsen  wurden
im  Jahre  1870  9,  1900  750  und  1910  1100  Industrie-Aktien
  notiert.
Wer  Industrie-Aktien,  d.  h.  Aktien  der  Bergwerksund ­
  Hüttengesellschaften  (Montanwerte),  der  Maschinenfabriken, ­
  chemischen  Fabriken,  Brauereien,  Zementfabriken, ­
  von  Gas-  und  Wasseranlagen,  Elektrizitätsgesellschaften, ­
  Zuckerfabriken,  Spinnereien,  Webereien
usw.  erwerben  will,  muh  achten:  auf  die  technischen
Betriebseinrichtungen  des  Unternehmens,  auf  die  Absatzund
  Konkurrenzverhältnisse,  weiter,  ob  die  Gesellschaft  zu
einem  Kartell  oder  Syndikat  gehört,  ob  die  ihr  zur  Verfügung ­
  stehenden  Betriebsmittel  ausreichend  sind,  auf  die
Zoll  Verhältnisse,  auf  die  Höhe  der  Arbeitslöhne  und  der
Kohlenpreise,  auf  die  Rücklagen  und  Abschreibungen
*)  Ausführliches  darüber  siehe  in  meiner  Arbeit  „Banken
und  Bankpolitik“.  Leipzig  1909.
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