12 Programm das Humanistischen Sozialismus. da er die Arbeitsstätte leicht auf den modernen Verkehrs mitteln erreichen kann, seinen Wohnsitz auf das Land ver legen wird. Die städtische Wohnungsfrage ist nur ein Teil der gesamten sozialen Frage und untrennbar mit ihr verbunden... In der Übergangszeit zu normalen und gesunden Verhältnissen! wird man die in vielen Städten zugunsten städtischer Boden spekulanten durch die „Lage“ emporgeschnellten Grundzinsen! auf maßvolle Weise durch den Steuerweg fassen können.. Die Gesetzentwürfe und Gesetze zur Sicherung der Forder ungen der Bauhandwerker innerhalb des kapitalistischen! Systems dürfen die Aufmerksamkeit von den wahren Ur sachen der Handwerkernot nicht ablenken. — Viel könnem zur Linderung der Wohnungsnot auch Baugenossenschaften,, vor allem Arbeiter und Beamte, wirken, zumal wenn sie an dem Genossenschaftseigentum festhalten, um die Frei zügigkeit der Genossenschafter zu sichern. Dennoch ist ihnen vor der Hand eine große Vorsicht anzuempfehlen, da der gegenwärtig so hohe Stand der Bodenpreise in Großstädten manchen Genossenschaften zur verderblichen Fallgrube geworden ist. Wir erblicken eine gerechte Besteuerung nur in Grund zinsen- und Einkommensteuer und begrüßen in der preu ßischen Steuerreform einen erwartungsvollen Aufstieg zu unseren Reformvorschlägen. Besonders wird die Über tragung der Grundsteuer an die Gemeinden die einsichtigen. Bauern bald über die arbeitslosen Einkünfte der Großgrund besitzer aufklären. Es war daher durchaus richtig, den. Großgrundbesitzern, welche heute das Staatswesen be herrschen, die Bestimmung über das Maß einer Grundsteuer aus den Händen zu nehmen. Jede wahre Steuerreform, die zur Entlastung der heute steuerzahlenden, schwer be lasteten Mittelschichten führen, dabei größere Erträge liefern soll, muß eine Verbreiterung der steuerfähigen Kreise zum Ziele haben, muß also die Wohlhabenheit verallgemeinern,.