Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 43 Fläche in die Erscheinung tritt (Reihe 4). Von 913 676 Hektaren im Jahre 1881 sinkt die Zahl im Jahre 1883 auf 681972, um dann wieder anzusteigen, so daß im Jahre 1886 schon die Ziffer des Jahres 1881 überschritten ist. Parallel damit geht die Kolonne für Grundsteuerreinertrag in die Höhe, während ■die für den Gebäudesteuernutzungswert fällt. Das alles zeigt, daß der große Besitz in den letzten Jahren mehr von ■der Zwangsversteigerung ereilt worden ist. Noch deutlicher wird dieses durch folgende Zahlen. Es betrug die ver steigerte Fläche in den Oberlandesgerichtsbezirken Posen . . 22 126 Hektar Naumburg. 3 202 Hektar Breslau 20 399 Celle . . . 2 857 Marienwerder 19 686 Köln 2 203 Königsberg 16 384 Hamm . 1 723 Berlin . 12 493 Kassel. 1088 Stettin. 11455 Frankfurt a.M 593 Kiel. . . 3 930 Jena 539 rt zusammen 106 473 Hektar zusammen 12 205 Hektar Es ist demnach der Osten der Monarchie, der Teil, in welchem der Latifundienbesitz überwiegt, mehr in Bedrängnis ■ als der Westen, soweit er durch Zwangsversteigerungen in die Erscheinung tritt. Neuere Erhebungen aus den Jahren 1886—1889 haben dieses weiter bestätigt. Es wurden ermittelt nach Besitz klassen in Prozenten auf Betriebe: V on • der Fläche des zwangsweise versteigerten be züglichen Grund besitzes Unter 2 Hektar Von 2—10 Hektar Von 10-20 Hektar Über 50 Hektar 1886—1887 0,79 5,10 15,99 78,12 1887-1888 0,81 5,02 15,50 78,67 1888—1889 0,77 5,87 15,72 77,64