7(3 Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. stubenbesitzer Feuer und Flamme für solche Vorschläge' sind? Wie manchem Spekulanten wäre heute vor der Krisis geholfen, wenn er sein Terrain zu guten Preisen los würde.. Und all die törichten Schritte, weil man für die kontinentalem Staaten Europas sogar an eine fortsteigende Grundrente- glaubt! Discite moniti! Wie der Allwohlsbund jeden Gedanken an eine einzige^ Steuer aus seinem Programme strich, so verließ er gänzlich den Standpunkt einer steigenden Grundrente und betrachtete- die heutige als eine krankhafte Monopolrente, deren Herab drückung (Repression) auf die naturale Grundrente zu er streben ist. Es heißt da: „In mehr als einer Weise kann die Rückwandlung des- Privatgrundzinses in die Grundzinsgemeinschaft bewirkt werden.. und zwar am vorteilhaftesten bei einem naturgemäßen, durch, keine Eingangszölle auf Lebensmittel und dergleichen künst lich in die Höhe getriebenen Stand der Grundwerte und Grund rente, welche jetzt eine ,Monopolrente 1 ist.“ Somit ist es nicht der Schutzzoll, der uns, obwohl wir ihn als Moratorium anerkannten, berufen erscheint, der- Menschheit zu weiterem Fortschritt zu verhelfen, sondern der Freihandel, von dem wir eine wahrhaft segensreiche^ Verbrüderung aller Völker, wenn auch durch die Durch gangsstufe der nationalen Idee, erhoffen und erstreben. Freilich wird der Weg zu radikalem Freihandel, unter dem die ganze Erde ein Handelsgebiet sein soll, ein weiter und mühsamer sein, denn diese Ideen haben heute mit der wirt schaftlichen und sozialen Entwickelung jedes einzelnen Landes an sich und seinem Verhältnisse zu anderen Pro duktionsgebieten zu rechnen. Denn bevor wir unsere Grenzen wieder öffnen, werden wir bestrebt sein müssen, unsere Produktionsbedingungen, welche wesentlich durch Grundrente usw. von denen anderer Länder abweichen, mög lichst gleich zu gestalten. Wir werden bemüht sein müssen, uns vom Auslande unabhängiger zu machen, indem wir für