38 Drittes Kapitel. Die Geldliteratur und der Versuch, zu Ende zu denken. Nationalökonomen in einem einzigen Ausdrucke zusammen gefunden, indem sie sagten, daß der Gebrauchswert des Geldes nicht dem einer Ware, sondern dem eines Zeichens entspreche; d. h., wie ein Schuldschein bloß als Zeichen und Beweis, daß man von einem anderen Individuum soundso viel Wert zu empfangen habe, diene, ebenso sei das Geld ein Zeichen, daß man soundso viel Güterwert an irgendeinen Käufer abgeliefert und ebenso viel Güterwert gegen dieses Geld wiederzuempfangen habe.« (Seite 35.) »Dies hat früher schon der Abbe Terrasson sehr deutlich erklärt. ,Die beiden Edelmetalle', sagt er, ,sind nur Zeichen (Signes), die einen reellen Wert, d. h. eine Ware nur repräsentieren 1 . Ein Taler ist eigentlich nichts an deres als ein Billett, das folgendermaßen lautet: Jeder Ver käufer beliebe dem Überbringer Dieses diejenige Ware oder Rohstoffe, die er bedarf, bis zum Betrage von 3 Livres zu kommen zu lassen. Denselben Wert habe ich durch andere Waren von demselben erhalten.'« Oppenheim zitiert dann folgende Stelle aus Carl Mur- hard (Theorie und Politik des Handels, E Teil, S. 280). »Das Wesen des Geldes, als reines Wertausgleichungsmittel betrachtet, spricht sich lediglich in der Anweisung aus, die es seinem Besitzer gibt, auf den Erwerb der in den Verkehr gebrachten Güter. Diese Anweisung begründet auf Seiten des Geldbesitzers nichts weiter, als die Möglichkeit, von der Masse der zum Tausch bereitliegenden Genußmittel seinen Bedarf sich verschaffen zu können. Genußmittel selbst, Güter zum unmittelbaren Gebrauch erlangen wir in dem Gelde als solchem nicht; aber die Anweisung, welche der Inhaber des Geldes durch jenen Besitz auf Waren jeglicher Art erhält, ist für ihn die wichtigste und nützlichste; denn sie umfaßt das ganze weite Reich aller im Wege des Tausches erwerbbaren Güter.«