42 Drittes Kapitel. Die Oeldiiteratur und der Versuch, zu Ende zu denken. darum, festzustellen, ob und wie weit dieser Autor zu dem Problem des Endes gedanklich bereits Stellung ge nommen hat. Wir wollen das Resultat vorwegnehmen. Knapp hat sich mit diesem Problem nicht befaßt, wenn auch nicht zu übersehen ist, daß das Problem als Konsequenz von Fragestellungen betrachtet werden kann, die Knapp viel be schäftigt haben. Es gibt zunächst einzelne Stellen in seinem Buche, die hier interessieren müssen. Knapp spricht davon, daß der Gebrauch des Papiergeldes nicht auf Kredit beruhe (Vor wort, S. V). Er sagt, es sei völlig verfehlt, zu meinen, daß die Banknoten Metallgeld versprächen (S. 42ff., S. 119ff.). Weiter heißt es auf S. 132 (eine der wichtigsten Stellen des Buches): »Aber, sagt der Metallist (nämlich bei der Papier geldwirtschaft), die bare Geldart ist doch immer noch die Hauptart: Sie steht vielleicht vorläufig im Hintergründe, wirkt aber im geheimen weiter; sonst kann man sich von der Sache gar keine Vorstellung machen. Gerade dies aber gibt der Chartalist nicht zu; er sagt: Das wahre Geld, das früher valutarische, ist zwar noch vorhanden, d. h., die Stücke existieren noch ; aber sie wirken nicht etwa im geheimen fort, sondern sind ganz außer Spiel gesetzt, was das valutarische Geld betrifft. Die Noten sind jetzt ganz das wahre, durch nichts unterstützte valutarische Geld. An diese Vorstellung muß man sich gewöhnen. Das ist der Angelpunkt.« An zwei Stellen seines Werkes kommt dann Knapp dem Problem des Endes etwas näher. Einmal bei der Behand lung der »zirkulatorischen Befriedigung« (§ 3), wo er eine Terminologie anwendet, die wir als zweckmäßig übernehmen können, und dann bei der Einteilung der Geldarten in »provi sorische« und »definitive«. Wir wollen die letzte Stelle vor wegnehmen.