80 Viertes Kapitel. Grundlegung einer wirtschaftlichen Theorie des Geldes. durch eine Zahlung im wesentlichen zirkulatorischer Natur sein x . Wir glauben aber, gezeigt zu haben, daß als letztes Glied unserer Vorstellungsreihe die zirkulatorische Befriedi gung, das bloße Weitergeben des Geldes im allgemeinen nicht ausreicht, daß hier immer wieder eine endliche Befriedigung, ein Abschluß gefordert werden muß. Nehmen wir einmal an, ein bestehender Staat solle aufhören, in der alten Form fort zu existieren; oder einen anderen Fall: Der Geldbe sitzer verlasse für immer das Gebiet seines Staates. Wir fragen nun: Wie wird man unsere heutigen Zahlungsmittel einordnen müssen nach dem Grade, in dem in solchen Fällen die Befriedigung des Geldinhabers gesichert oder gefährdet erscheint ? Da ergibt sich Folgendes: Wechsel und Schecks sind dann vom gedachten Ziele der Befriedigung begrifflich weiter entfernt als Geld. Sie sind erst in Geld einlösbar, und zwar unter Umständen in unein löslichem Papiergelde. Metallgeld gewährt eine Befriedigung, die Papier nicht bietet; es hat bereits selbst Stoffwert — wenn auch frag lich bleibt, wie weit der Stoffwert Grundlage seiner Gel tung ist. »Vollwertiges« Metallgeld erscheint dann besser als »unterwertiges«. Was folgt aber nach dem Metallgelde ? Die konkreteste Form der Möglichkeit stoffwertvoller Befriedigung, nämlich Sachgüter. Unsere Skala lautet daher: Wechsel und Schecks. Papiergeld. Unterwertiges Metallgeld. 1 Knapp, a. a. O. S. 37ff.