294 Die katholischen und verwandten Schulen in der Gegenwart Die Tabelle bedarf einiger Erläuterungen, Zu c, d, e, f: Das Eigentum, sagt de Tourville, ist eine soziale Er scheinung, welche unfehlbar als Folgeerscheinung der Arbeit auftritt. Der Standort nützt nichts ohne die Arbeit, die Arbeit nützt nichts ohne das Eigen tum. Die Abhängigkeit des Eigentums von der Arbeit ist derart, daß dessen Form jederzeit von der der Arbeit bestimmt wird. Bedingt der Standort ge meinschaftliche Arbeit, so entsteht Gemeineigentum; ergibt sich aus der Natur des Territoriums, daß die zur Beschaffung des Lebensunterhalts nötige Arbeit einzeln verrichtet werden muß, so entsteht Privateigentum oder Eigentum der einzelnen Haushalte. Vom sozialen Gesichtspunkte aus gibt es vier Arten von Eigentum-. 1 .Das Grundeigentum ; 2. die Fahrnis. Diese ist gleichsam ein inferiores Eigentum, das bei ihren Besitzern bedeutend weniger soziale Eigenschaften voraussetzt, als der Grundbesitz; 3. der Lohn, eine noch prekärere Eigentumsart; 4. die Ersparnisse, d. h. das Mittel, jede der drei andern Arten von Eigentum zu mehren, oder von einer tieferstehenden Art zu einer hohem aufzusteigen. Zu h: Der Existenzmodus, d. h. die Befriedigung, welche die Nahrungs-, Klei dungs-, Wohnungs- usw. - Bedürfnisse finden. Er verhält sich zu den Existenzmitteln (a—f) wie die Ausgaben zu den Einnahmen. Zu i : Phasen der Existenz einer Familie sind : Geburt der Kinder, ihre Etablierung, Wanderungen, Unfälle und Krankheiten, Todes- und Unglücksfälle, Schuldenaufnahme usw. Die neun ersten Klassen könnte man zusammenfassen als : Organisation der Arbeiterfamilie. Aus der aufeinander folgenden Beobachtung ihrer Elemente ergibt sich, daß es Lagen im Dasein gibt, in denen sich die Arbeiterfamilie nicht selbst zu genügen vermag und der Hilfe des Patronage (j) bedarf. Zur Ausübung dieses ist die Befähigung zum Herrschen, zur Behandlung der Men schen erforderlich. Darüber hinaus muß der „Schutzherr“ über drei Arten von speziellen Befähigungen verfügen können, um der Arbeiterfamilie zu helfen. Diese sind: Handel (k), intellektuelle Kultur (1) und Religion (m). In „kom plizierten“ menschlichen Gesellschaften werden diese speziellen Befähigungen durch drei verschiedene Berufsklassen repräsentiert. Untereinander sowohl, als mit der Arbeiterklasse stehen dieselben im Verhältnis der Nachbarschaft (n). Diese, welche scheinbar unorganisiert ist, hat ihre Führer: die autorités sociales. Gemeinsame Interessen bestimmter Gruppen einer Nachbarschaft führen wohl auch zur Bildung von Genossenschaften aller Art (o). Ferner gibt es eine Reihe von Interessen in jeder menschlichen Gesellschaft, welche durch öffentlich-recht liche Zwangsgemeinschaften gewahrt werden (p—u), Auswanderung und Koloni sation (v) leiten über zu den Beziehungen eines Volkes zu den übrigen Völkern (v, X und z). Die Geschichte eines Volkes (y) im Sinne der Science sociale ist zu verstehen als kritische Würdigung dessen, was die Historiker darüber lehren, an der Hand des in der Gegenwart Beobachteten. Vgl. de Tourville loc. cit. 3. Artikel, Scienne sociale, Bd. II, p. 503 if. Ein charakteristisches Merkmal der „Nomenclature“ d e Tour vili es ist der enge Zusammenhang, der logische Auf bau ihrer einzelnen Teile in der Ordnung ihres Bedingtseins.