- 15 — safsen tind die die Tradition liereinbrachten, nach drüben zu gehen, waren dabei seine beste Stütze. 1 ) Für den binnenländischen Landverkehr und für seine Transporteure, die Fuhrleute, bedeutet das freilich zunächst an sich eine Verschärfung der Situation, weil Bremens deutsches Hinterland zu wenig exportierte, und wegen der Ausfracht der Reeder mufste am Handel verdient werden, wo es die Fracht nicht tat, oder auch von Zwischenhäfen Fracht gesucht werden, soweit dem nicht Bestimmungen der betreffenden Länder entgegenstanden. Die Schiffe gingen von Bremen bis gegen 1840 meist in Ballast in See. * V. ■) Duckwitz, Denkw., S. 1, 18 f.; (v. Hormayr), I. S. 24. N. R o 11 e r, V. e. Gesch. d, Stadt Bremen, IV. Teil, Brem. 1803, S. 178; Caspar Meier and bis successors, Newyork 1898; C. A. He in ek e n, G., S. 143, 178, 202, 266, 267; (J, Smidt), S. 300, 476, 486; C. F. Wurm, D. Handelspolitik d, Hansestädte, Hamb. 1839, S. 5; Darst. d. Lage d. hamb. Handels, Altona 1839, S. 10, 12; J G. Kohl, Skizzen a. Nat.- und Völkerlehen, Dresden 1851, I. T, S. 301, 302; M, Lin de man, Z. G. d. ä. Handelsbez, Bremens m. d. Ver. Staaten, Brem. Jahrb., X. Bd., S. 124, W. v. Hippen, Gesch., III. Bd., 1904, S. 437, 492; Handels- und Schiffahrts-Verträge der freien Hansestädte, und Bremens insbesondere, ­ Bremen 1842; V. Böhmert, Handelsarchiv, 1864; Konsularverzeiohnisse etc. in den Adrefshüchern; Bremische Blätter, V Heft, 1835, S. 90 ff. Eine Zusammenstellung der deutschen, und darunter der Etablissements der Hansestädte in den überseeischen Ländern, 1846, in der Weser-Zeitung vom 8. und 10. Februar 1846, ein undatiertes Verzeichnis der nach Amerika und Westindien in eigenen Schiffen Handlung treibenden Häuser in Bremen liegt auch im Archiv Coli. Sen. Vergleiche ferner J. H. W. Smidt, Übersicht der Bremischen Seeschiffahrt in den Jahren 1838, 1839 und 1840, Bremen 1841; G. Oelrich, Die deutsche Küste und das Binnenland oder Deutschlands Handelslage um das Jahr 1846, Hamburg 1847; d e r s., Deutschland zur See, seine Schiffahrt und sein Handel, Hamburg 1849; u. a. — In Zusammenhang stand der Aufschwung der Weserreederei, da Bremen namentlich eigene und grofse Schiffe beschäftigen mufste. In Elsfleth hatte sich nach dem Aufhören des Elsflether Zolls die ganze Bevölkerung auf das Reedern für den Bremer Handel geworfen, was mit den neueren technischen und organisatorischen Formen! der Schiffahrt wieder aufgehört hat. Die oldenhurgische Reederei bildete einen ganz bedeutenden Bruchteil der Weserreederei, die hannoversche war gering. In den vierziger und fünfziger Jahren war die Tonnage der Weser- ’ stärker als die der Elbreederei. Die deutsche Reederei wird als die zweite in Europa nach England bezeichnet. Am Ansgang der Segelschiffszeit hat noch die Konkurrenz der nicht sehr wertvollen norwegischen Flotte bestanden. 1860 war die amerikanische Handelsflotte der englichen beinahe gleichgekommen, bis mit dem Sezessionskriege der Umschwung eintrat, der die Amerikaner auf dem Ozean sehr weit zurückdrängte. Danach ist die Flotte des Deutschen^Reichs die zweite der Welt geworden. Vgl. w. Duckwitz, Denkwürdigkeiten, S. 34; D. Schäfer, Weltgeschichte der Neuzeit, II. Bd., S. 265, 328 ff.; E. Fitger, Schiffbau und Seeschiffahrt, Volkswirtschaftliche Zeitfragen,‘Heft 105, Berlin 1892, S. 3 ff., 7; d e r s. Die wirtsch. u. techn. Entwickl. d. Seeschiff, v. d. Mitte des 19. Jahrh, bis auf die Gegeuw., Sehr, des V. f. Sozialpolitik»