72 des Oberweserlaufes in Hameln ein. 1 ) Die Aller wurde im acht zehnten und neunzehnten Jahrhundert bis Celle, die Leine bis Hannover befahren, die Allerschiffahrt verband in alter Zeit Bremen mit Braunschweig durch die Oker. 2 ) Auch Celle, der Endpunkt der Allerschiffahrt in neuerer Zeit, nahm ein Niederlagsrecht in Anspruch 3 ), Verden besafs Gerechtigkeiten wegen des Holzes. Der Verkehr ging J ) Jahresberichte der Ges. d. Ver. Weser-Dampfschiffahrt 1842 (1844) bis 1857. Die Hamelner Schleuse ist 1868—1871 mngebaut worden. Sie wurde bis 1866 als das Haupthindernis des Aufschwungs angesehen. S. H. Keller, Weser und Ems, III. Bd., S. 166; Jahresbericht der Handelskammer in Bremen für 1867, S. 67. 2 ) 1227 Stadtrecht des Hägens zu Braunschweig, ürkundenbuoh der Stadt Braunschweig, I., S. 2, im Auszug Brem. Urk. B. I, S. 168. Der Schiffs verkehr bis Braunschweig hat, nach einem mifslungenen Versuch, ihn durch Aufräumen des Flufsbetts und Beseitigung der neu entstandenen Mühlen wieder zu heben, im fünfzehnten Jahrhundert aufgehört; s. H. Keller, Weser und Ems, IV. Bd., 1901, S. 298. Über die Bestrebungen Herzog Julius von Braun schweig auf Oker und Radau, vgl. auch an anderer Stelle E. Bodemann, Volkswirtschaft Herzog Julius von Braunsohweig, in der Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte, N. F., Bd. I, 1872, S. 215. Zum Leineverkehr a. Keller, IV. Bd. 1901, S. 312, 323; Patjea. a. 0.; H. Guthe, Die Lande Braunschweig und Hannover, Hannover 1867; u. a. Wichtig waren namentlich die Ver besserungen bei Neustadt a. R. etc. im achtzehnten Jahrhundert. Mit der Eisenbahn schlief der Leineverkehr ein. Auf der undeutlichen Wasserscheide zwischen Elbe und Weser im Drömling, wo bei Hochwasser ein Abfliefsen sowohl zur Aller wie zur Ohre stattfindet, wollte Friedrich der Grofse zur Entwässerung des Bruchs durch Schaffung besserer Vorflut gemeinsam mit Hannover und Braunschweig Abhülfe treffen. Hannover sollte auf der Strecke Oebisfelde— Gifhorn—Celle die Aller aufräumen und streckenweise ein Kanal neben der Aller hergestellt werden. Hannover willigte aber nicht ein, so dafs der preufsische Drömling durch Dämme abgeschlossen werden mufste; heute besteht hier ein Aller—Ohre—Kanalgraben. Da aber wirksame Abhülfe not wurde, nahm Hannover verschiedene Bauten in der oberen Aller vor und erreichte bis 1747 die Schiffbarkeit bis Gifhorn, obwohl sich die Arbeiten bald als unzureichend erwiesen, (s. H. Keller, IV. Bd., S. 233 ff.). Man setzte die Schiffbarmachung in den nächsten Jahren in der Richtung der alten Kornstrafse auf Fallersleben [Magdeburg, Helmstedt, Fallersleben, Gifhorn, Celle s. a. H. Guthe, Lande Braunsohweig und Hannover, 1867, S. 117] fort, und hoffte Fallersleben auch zu einer Niederlage für Kaufmannsgut von Magdeburg zu machen, auch mit Quedlinburg und Halberstadt die Verbindung zu verbessern, und schrieb deshalb 1752—1753 auch an die Bremer Kaufmannschaft, um die neue Route, die bis Stellfelde bereits schiffbar sei, zu empfehlen. (Schiffe von 12 Lasten). (Akten Coli. Sen. Bremer Handelskammer.) Die Aller- und Leineschiffahrt ist in älterer Zeit zeitweise anscheinend wichtiger gewesen als die Weserschiffahrt. Ihr kam zu statten, dafs sie speziell den welfischen Landkomplex aufschlofs. 3 ) C. Cassel, Die Stadt Celle zur Zeit Herzog Ernsts des Bekenners, Celle 1907, S. 39, Akten Coli. Sen. der Handelskammer in Bremen.