— 81 — und Wernshausen, oberhalb Hildburghausen kann nur Scheitholz geflöfst werden. 1 ) Auch auf der Aller bestand Flofsverkehr. 2 ) Interessant sind hier in älterer Zeit die Bestrebungen Herzog Julius von Braunschweig zu besserer Ausnutzung seiner Harzflüsse durch Flofs- und anderen Verkehr. 3 ) Auch im neunzehnten Jahrhundert kam die Ise, Oertze, Oker und Radau, Urne, Ruhme und Leine z. T. noch neuerdings Flofsholz herab. 4 ) Besonders charakteristisches Talgut sind heute seit Entdeckung oder Ausnutzung der Lager im Hannoverschen, bei Wietze etc., Kali und Öle. Die Berggüter sind heute wie früher mannigfaltiger und allgemeiner. Als einigermafsen sichere Schutzhäfen und Liegeplätze für Hochwasser und Wintereintritt, die in der Karte nicht besonders die die Werra herunterkommenden Balken- und Dielenflöfse nur von Mündenern durch Münden geflöfst werden. Reskript von 1724. (Bestimmungen über die an die Stadt abzugebenden Flofsdielen und Latten 1720, 1747.) W. Lotze, Geschichte der Stadt Münden, 1878, S. 236. Bestimmte Teile des Holzhandels pflegten in älterer Zeit, wie in anderen Handelszweigen die Städte selbst auszuüben (vgl. für Bremen die Verordnungensammlungen; C. Ä. Heineken, Gesch. d. fr. Hansestadt Bremen, (Orig.-Mskrpt. Stadtb.), 1812, S. 9 u. a.). In Bremen legten noch bis neuerdings sämtliche Flöfse in die kleine Weser; die Oberländer Mannschaft geht zurück, auch für den Fall der Weiterflöfsung nach Elsfleth, Brake, Geestemünde, Bremerhaven (Statist, d. d. Reichs N. F., Bd. XXXIX., Teil II, Abt. b. Gebiet der Weser, 1901, S. 25 ff.) *) So Victor Kurs, Tabellarische Nachrichten; die älteren Angaben über Zahl der Flöfse beziehen sich auch auf Wernshausen, wo heute die einbettigen ­ Flöfse zu mehrbettigen zusammengesetzt werden, s. Statistik, „Aus den Thüringer Forsten geht nicht allein viel Brennholz auf der oberen Werra nach Eichsfeld und Hildburghausen, und von da durch die Schleuse nach Themar, Meiningen und Salzungen; sondern es gehen auch viele Baumstämme und Bretter nach Wernshausen und ins Ausland, Stapelplätze für Langholzflöfse sind zu Themar, Meiningen und Wernshausen.“ (Meidinger, Die deutschen Ströme, IV., 1864, S. 26—27.) Vgl. a. H. Keller, Weser und Ems, 1901. II. Bd., S. 372 ff. u. a.; Führer auf den deutschen Sohiffahrtstrafsen, bearbeitet im Königl. preufs. Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Berlin 1893; Stat. d. d. Reichs, N. F., XXXIX. Bd., Teil II, Abt. b, S. 25 ff. 2 ) s. v. Reden, Das Königreich Hannover, II. Abt., 1839, S. 115. a ) E. Bodemann, Volkswirtschaft Herzog Julius von Braunschweig, Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte, N. F., Bd. 1,1872, S. 215 ; D. Reinho Id und J. Oltmanns, Der deutsche Handelskanal, Bremen und Leer 1817, S. 111. ä ) s. v. Reden, Das Königreich Hannover, II. Abt., 1839, S. 116; Meidinger, Die deutschen Ströme, IV. Abt., 1854, 8. 28. Die älteren Nachrichten ­ sind unbestimmt. Statistik des deutschen Reichs, N. F., Bd. XXXIX, Teil II, Abt. b. Gebiet der Weser, 1901, S. 25 ff.; Aller ab Gifhorn mit gebundenen Flöfsen flöfsbar, Ise vom Kinkerbruche im Amt Isenhagen. Die Oertze wird für gebundene Flöfse bei Müden im Amt Bergen flöfsbar. Auf der Leine seit mehreren Jahren keine Flöfserei mehr, früher begonnen bei 6