96 — ein bestimmtes Treibgeld befreit, und konnten Pferde ziehen lassen, die Bremer zahlten unregelmäfsige Pfandgelder, wenn sie mit Pferden treidelten. 1 ) Die Schifferorte sind eingetragen nach den Schifferverzeichnissen der Reihefahrten der Schiffahrtsdeputation in Bremen 2 ) und nach den Angaben in der sonst verwandten Literatur 3 .) Gimte bei Münden ist noch als Flöfserort zu nennen für den Mündener Holzhandel aus Thüringen. 4 ) In älterer Zeit haben die einheimischen Schülerschaften in ähnlicher Weise, wie ich das beim Fuhrwerk dargestellt habe, Vor rechte behauptet, indem sie vorweg beladen sein wollten, es sind Kompromisse zwischen korrespondierenden Schifferschaften zustande gekommen, in denen das gegenseitige Ladrecht normiert wurde, in der Fahrt nach Kassel haben die Mündener noch bis in die neueste 1 ) Zum Leinenzug auf der Oberweser, Aller und Leine, Akten des Bremer Staatsarchivs, Vgl. auch die Sammlung der Verordnungen der üferstaaten, Gebührenordnung etc. (Bremer Staatsarchiv). 2 ) Oberländisches Weserschiffahrts-Regulativ von 1815 etc. und das Revidierte Regulativ von 1822 (Sammlung der Stadtbibliothek Oberweser schiffahrt), die neueren Schifferverträge (Bremer Staatsarchiv; Handelskammer) Zum Vergleich ist auch auf die älteren Akten hinzuweisen. 3 ) Patje, Abrifs des Fabriken-, Gewerbe- und Handlungszustandes in den churbraunschweig.-lüneburgischen Landen 1796, S. 440 ff.; Fr. v. Reden, Das Königreich Hannover, II. Abt., 1839, S. 110; Friedr. Huhn, Die Weser, Zeitschrift des Vereins für deutsche Statistik, I. Jahrg. 1847, S. 676 und II. Jahrg. 1848, S. 389. Die stadtbremische Schifferschaft ist auf der Karte, ebenso wie die Fuhrmannschaft gröfserer Städte, (die aufserdem geringfügig war), nicht besonders bezeichnet worden. An der Werra werden namentlich die Wanfrieder Schiffer genannt. S. Hugo Brunner, Beiträge zur Geschichte der Schiffahrt in Hessen, in der Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde, XIV. Bd., 1891, S. 232. In der Schiffahrt auf der Fulda begegnen ebenda, S. 234, 236 Schiffer von Melsungen, Röhrenfurt, Körle, Guckshagen, Dittershausen, Dennhausen, Bergshausen, Hersfeld, hier aber nur in einer Nachricht aus dem siebzehnten Jahrhundert. S. a. Joh. Lud. Quentin, Ber. e. Abr. von der Schiffahrt auf der Weser, 1788; A. Engel, Weserbuch, Hameln 1845; W. Lotze, Gesoh. d. Stadt Münden, 1878, S. 322. 4 ) A. Engel, Weserbuch, Hameln 1845, S. 29;L. Boclo, Der Begleiter auf dem Weser - Dampfschiffe, 1844, S. 22; W. Lotze, Gesch. d. Stadt Münden, 1878, S. 323 ff. Die Gemarkung von Gimte soll durch Vergabungen geschmälert sein. Als Bewohner des Ortes werden Fischer und Leineweber genannt, aufserdem wurden die Gimter von den Mündener Kaufleuten als Flofsmeister angenommen. Im 19. Jahrhundert versuchten es erst einige, dann die meisten Bewohner zugleich mit dem Handel mit Holz und wurden wohl habend dabei. 1878 war der Holzhandel in Gimte noch sehr stark.